Brötchen bald inflationär teuer und kaum mehr be-zahlbar?
Obermeister der Bäckerinnung Bergi-sches Land gibt Entwarnung

Ja, die Preise für den Verbraucher steigen. Nicht nur im Supermarkt, bei der Heizkostenabrechnung oder beim Tanken schießen die Preise nach oben. Die Inflation in Deutschland ist so hoch wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.
Und ja, auch die Bäcker ziehen bei Backwaren, Brot und Brötchen die Preisschraube an. Der Grund ist ein ganz einfacher, aber für das Bäcker-handwerk auch dramatischer: Die Kosten für die Zutaten erhöhen sich stark. Die Getreidepreise sind laut Statistischem Bundesamt um über 34 Prozent gestiegen, andere Backzutaten, wie etwa Zucker, haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent verteuert. Dazu kommen dann noch gestiegene Transportkosten für Zutaten wie Mandeln, Kürbiskerne oder Rosinen. Und auch die Verteuerung von Gas und Strom macht vor den Bäckern und deren Backöfen nicht halt.
Und dann dürfen natürlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht vergessen werden.

Bedeutet dies, dass die Preise für Backwaren demnächst ins Unermessli-che steigen und für den Verbraucher nicht mehr erschwinglich sind? Das zumindest macht gerade die Runde und verunsichert viele.

Peter Lob, Obermeister der Bäckerinnung Bergisches Land relativiert und gibt Entwarnung: „Wir als Bäcker gehen sehr bewusst mit der Weitergabe der uns entstehenden Kosten an die Kunden um. Als Obermeister der Bä-ckerinnung Bergisches Land kann ich sagen, dass der Brötchenpreis leicht ansteigen kann. Aber wir sprechen hier von etwa drei bis maximal sieben Cent pro Schnittbrötchen. Würde ein Brötchen nämlich bald mehr als ei-nen Euro kosten, würde sich das so gut wie keiner mehr leisten wollen und können.
Uns als Bäckern ist daran gelegen, dass die Ware, die wir in Handarbeit herstellen, vom Verbraucher auch weiterhin gekauft werden kann. Das Brötchen, das in einer Bäckerei gefertigt wird und nicht vom Fließband kommt, hat natürlich seinen Preis. Aber diesen qualitativen Unterschied schmeckt der Kunde auch und er ist bereit, dafür zu zahlen – allerdings natürlich nicht einen Euro oder mehr pro Stück. Und dazu wird es auch nicht kommen!“

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