Erwartungen des Handwerks zur Bundestagswahl 2021


Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat wie vor den vergangenen Wahlen auch Thesen aus Perspektive des Handwerks formuliert und kommuniziert.

Im Kern geht es um diese vier Themen: Betriebe stärken, Fachkräfte qualifizieren, Digitalisierung vorantreiben und Nachhaltigkeit gestalten.

In diesen Punkten müsse sich nach der Bundestagswahl für das Handwerk einiges verändern, so die dargestellten Forderungen, die wir an dieser Stelle in Passagen zitieren.


1. Betriebe stärken
„Die Corona-Pandemie hat eine langanhaltende Wachstumsphase im Handwerk vorerst gestoppt und zahlreiche Betriebe hart getroffen. Damit das Handwerk auch in Zukunft leistungsstark und wettbewerbsfähig bleiben kann, benötigt es gezielte Wachstumsimpulse, faire Rahmenbedingungen und spürbare Entlastung von bürokratischen Pflichten. Ein wesentlicher Belastungsfaktor für das personalintensive Handwerk sind die Lohnzusatzkosten. Bis 2040 droht ein Beitragsanstieg in den Sozialversicherungen auf 50 Prozent. Daher müssen die Beiträge zu den Sozialversicherungen auch über 2021 hinaus dauerhaft auf unter 40 Prozent begrenzt und Betriebe mit ihren Beschäftigten stärker entlastet werden. […] Im Zentrum der Arbeitsmarktpolitik müssen die Sicherung und der Aufbau von Beschäftigung stehen. […] Damit die Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt, müssen wirksame Impulse gesetzt werden. Nur wenn es gelingt, den Wirtschaftsstandort Deutschland durch ein zeitgemäßes und international konkurrenzfähiges Steuerrecht attraktiv zu gestalten, wird gesundes Wachstum für Handwerksbetriebe möglich sein.“
Was deshalb zu tun ist: unter anderem Bürokratieentlastung vorantreiben, Rechtsetzung lebensnaher gestalten, Sozialversicherungen zukunftsfähig gestalten, Vorfälligkeit zurücknehmen, gezielte Steuerimpulse setzen, Soli prüfen, Minijobs anpassen sowie öffentliche Auftragsvergabe an Handwerksbetriebe sicherstellen.
(Nähere Informationen erhalten Sie auf den Seiten 8 f. der Ausführungen des ZDH „Erwartungen des Handwerks zu Bundestagswahl 2021“)

2. Fachkräfte qualifizieren
„Der demografische Wandel stellt auch das deutsche Handwerk vor große Herausforderungen. Dazu zählt insbesondere die Fachkräftesicherung. Um den Bedarf zu decken, ist die Ausbildungsleistung von überragender Bedeutung. Unverzichtbar ist darüber hinaus eine handwerks- und mittelstandsgerechte Zuwanderungs- und Integrationspolitik. […] Das Ausbildungsengagement des deutschen Handwerks und seiner Betriebe muss stärker gewürdigt und die Ausbildungsstrukturen fair und angemessen finanziert werden. Für eine nachhaltige Fachkräfteversorgung braucht es zudem mehr Wertschätzung für die berufliche Bildung und eine Gleichwertigkeit mit der akademischen Bildung.“
Was deshalb zu tun ist: unter anderem Ausbildung für Betriebe und junge Menschen attraktiver machen, Attraktivität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung sichtbar machen und steigern, Finanzierung der Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung sicherstellen sowie Modernisierungsoffensive der beruflichen Bildungsstätten starten.
(Nähere Informationen erhalten Sie auf den Seiten 12 f. der Ausführungen des ZDH „Erwartungen des Handwerks zu Bundestagswahl 2021“)

3. Digitalisierung vorantreiben
„Zunehmende Vernetzung und Digitalisierungsdruck sind […] keine neuen Entwicklungen. Allerdings hat die Corona-Pandemie diese Entwicklung und deren Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft nochmals beschleunigt. Das Handwerk ergreift die aus der Digitalisierung erwachsenen Chancen, integriert digitale Technologien und Prozesse und stellt sich den damit verbundenen Herausforderungen. […] Dabei kann das Handwerk nur so erfolgreich sein, wie es die Rahmenbedingungen erlauben: eine flächendeckende Versorgung mit digitaler Infrastruktur, digitale Kompetenzen und faire Datenzugänge. In allen Bereichen besteht nach wie vor großer Handlungsbedarf. […] Die Investitionsdynamik des Staates wie der Un-ternehmen und Betriebe muss sich nachhaltig erhöhen […]. Handwerksbetriebe sind auf moderne und leistungsfähige öffentliche Verwaltungen angewiesen.
Was deshalb zu tun ist: unter anderem Breitbandzugang ausweiten, Digitalisierungsprozesse im Mittelstand intensivieren, digitale Verwaltung ausbauen sowie Betriebsberatung sichern, ausbauen und vereinfachen.
(Nähere Informationen erhalten Sie auf den Seiten 16 f. der Ausführungen des ZDH „Erwartungen des Handwerks zu Bundestagswahl 2021“)

4. Nachhaltigkeit gestalten
Handwerksbetriebe sind Innovationstreiber und Umsetzer der Energiewende, etwa bei den Themen Energieversorgung und Energieeffizienz, Smart Home, Elektromobilität. Dieses Engagement muss bei der Debatte über die nachhaltige Entwicklung Deutschlands stärker einbezogen werden. Im Handwerk findet das Ziel der deutschen und europäischen Klimapolitik, die Erderwärmung deutlich zu begrenzen, breite Zustimmung. Die bisherige Klimapolitik beruht jedoch auf einem markt- und praxisfernen Instrumentarium, das in den Betrieben zu steigenden Energie- und Bürokratiekosten führt. Notwendig ist daher ein substanzieller Kurswechsel, der auf wettbewerblichen Ansätzen, Anbietervielfalt und dezentralen Lösungen beruht.“
Was deshalb zu tun ist: unter anderem Emissionshandel auf den handwerklichen Mittelstand ausrichten, Nachhaltigkeitsnachweise für Handwerksbetriebe praktikabel gestalten, Handwerk und Mittelstand in EU-Klimapolitik integrieren sowie gute Betriebsstandorte und bezahlbares Wohnen sicherstellen.
(Nähere Informationen erhalten Sie auf den Seiten 20 f. der Ausführungen des ZDH „Erwartungen des Handwerks zu Bundestagswahl 2021“)

Die Ausführungen des ZDH „Erwartungen des Handwerks zu Bundestagswahl 2021“ erhalten Sie über diesen Link.

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