Dieselfahrverbot in Köln: Das Handwerk muss vor dem Ruin bewahrt werden!

Dieselfahrverbot in Köln: Das Handwerk muss vor dem Ruin bewahrt werden!

„Die Existenzen zahlreicher Handwerker stehen auf dem Spiel“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Marcus Otto, das angekündigte Dieselfahrverbot für Köln. Die Handwerker aus Leverkusen und Rhein-Berg – aber auch aus Oberberg – führen zahlreiche Aufträge in der Großstadt aus. Die schwierige Verkehrslage rund um Köln hat in den vergangenen Jahren bereits zu immensen Umsatzeinbrüchen bei zahlreichen Betrieben geführt. „Im Stau stehen wird von keinem Auftraggeber gezahlt“, erklärt der Hauptgeschäftsführer Otto. „Das nun angekündigte Dieselfahrverbot belastet die Unternehmen nicht nur erneut, sondern führt sie an ihre Grenzen!“

Das Kölner Verwaltungsgericht hat nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe entschieden, dass in Köln ab April 2019 Dieselfahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge eingeführt werden müssen. Das Land NRW hat bereits angekündigt in Berufung zu gehen. Das NRW-Umweltministerium erläutert, dass dieser massive Eingriff auf seine Verhältnismäßigkeit geprüft werden müsse. Daher bleibt der weitere Verlauf natürlich zunächst abzuwarten.

„Damit kein falscher Eindruck entsteht“, betont Hauptgeschäftsführer Otto ausdrücklich, „dem Handwerk ist der Schutz der Umwelt sehr wichtig. Bereits jetzt werden täglich zahlreiche Maßnahmen im Arbeitsalltag umgesetzt.“ Dennoch muss sehr deutlich formuliert werden, dass ein Fahrverbot für die bestehende Grüne Umweltzone in Köln ab April 2019 für Dieselautos mit Euro-4-Motoren und ab September 2019 für Dieselfahrzeuge mit Euro-5-Motoren zu größten Problemen führen wird. Neben der Forderung nach Sondergenehmigungen fürs Handwerk sind angemessene Übergangsfristen unumgänglich. Selbst wenn ein Betrieb die finanzielle Investition für die Umstellung seiner gesamten Flotte auf einmal leisten kann, könnte er sein Vorhaben nicht umsetzen, weiß Hauptgeschäftsführer Otto. Denn es werden nicht genügend passende Fahrzeuge auf dem Markt angeboten. „Für diese Misere sind jedoch nicht die einzelnen Autohäuser verantwortlich, die bereits vor Monaten auf diesen Missstand aufmerksam gemacht haben. Die Hersteller selber haben weder für die Händler noch für die Kunden eine passende Antwort oder ein entsprechendes Angebot parat.“

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