Positive Ausbildungsmarktbilanz

Positive Ausbildungsmarktbilanz

„Das Handwerk ist auf einem sehr guten Weg“, freut sich der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Marcus Otto. Über alle Gewerke hinweg zeigt sich eine leicht positive Entwicklung in der Region Leverkusen/Rhein-Berg. Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt in Oberberg ist durchweg positiv. Und das obwohl das Ausbildungsjahr 2018 sehr verhalten gestartet ist. „Das ist erfreulich und zugleich lädt es nicht zum Verweilen ein“, macht Hauptgeschäftsführer Otto weiterhin den Ernst der Lage klar. „Das Handwerk braucht ein Plus von etwa 20 Prozent mehr Auszubildenden, um den Bedarf der Betriebe an Fachkräften in den nächsten Jahren zu decken.“

Oberbergischer Kreis
Bei den Handwerken mit den größten Eintragungszahlen ist in Oberberg ein Plus von 13,75 Prozent bei den eingetragenen Verträgen zusammengekommen. Dies sind in reellen Zahlen 41 mehr Verträge als in 2017. Berücksichtigt sind hier die Bäcker, Bäckerei-Fachverkäufer, Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Elektroniker, Friseure, Kraftfahrzeugmechatroniker, Maler und Lackierer, Fahrzeuglackierer, Metallbauer, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und Tischler.
Dagegen steht die Entwicklung in den Berufen mit traditionell kleineren Eintragungszahlen bei den Ausbildungsverhältnissen. Im gesamten Bezirk der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land – Oberberg, Rhein-Berg und Leverkusen - ergibt sich ein Minus von sieben Prozent für diese Berufe. 

Gewinner und Verlierer in Oberberg
Die erfreuliche Steigerung bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in Oberberg ist nicht durchgängig in allen Handwerken zu beobachten. Die größten Verluste gibt es bei den Nahrungsmittelgewerken, und der größte Verlierer ist hier der Fleischerei-Fachverkäufer. In diesem Ausbildungsberuf konnte bislang noch kein Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden. Im Gegensatz dazu verzeichnen alle anderen Handwerke mehr eingetragene Ausbildungsverträge als in 2017. Der Ausbildungsberuf des Zimmerers ist mit einem Plus von 85 Prozent dabei der eindeutige Gewinner (in reellen Zahlen: sechs Verträge mehr als 2017). Diese positive Entwicklung ist besonders erfreulich, da dieser Berufsausbildung noch vor einem Jahr zu den Verlierern im Oberbergischen Kreis zählte.

Leverkusen und Rhein-Berg
Leverkusen und im Rheinisch- Bergischen Kreis weisen zum 30.09.2018 die Gewerke mit den größeren Eintragungszahlen ein Plus von 7,2 Prozent auf. Berücksichtigt sind hier die Bäcker, Bäckerei-Fachverkäufer, Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Elektroniker, Friseure, Kraftfahrzeugmechatroniker, Maler und Lackierer, Fahrzeuglackierer, Metallbauer, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und Tischler. Dagegen zeigt sich bei Berufen mit generell kleineren Eintragungszahlen bei den Ausbildungsverhältnissen ein Rückgang von immerhin sieben Prozent, dass aber im gesamten Bezirk der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land – also Rhein-Berg, Leverkusen und Oberberg.

Gewinner und Verlierer in Leverkusen und Rhein-Berg
Die erfreulich leichte Steigerung der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Rhein-Berg und Leverkusen ist jedoch nicht durchgängig in allen Handwerken zu beobachten. Die größten Verluste mussten die Bäckerei-Fachverkäufer mit minus 70 Prozent oder in reellen Zahlen 14 eingetragenen Verträgen weniger verkraften. Dagegen konnte sich die positive Entwicklung, die sich bereits im Frühjahr abgezeichnet hat, bei den Dachdeckern weiter festigen. In diesem Gewerk ist mit einem Plus von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr die größte Steigerung zu verzeichnen (in reellen Zahlen: 16 Verträge mehr als 2017). Die positive Entwicklung im Dachdeckerhandwerk ist besonders erfreulich, da diese Berufsausbildung noch vor einem Jahr das Sorgenkind im Rheinisch-Bergischen und in Leverkusen war.

Fazit
„Die Anstrengungen der einzelnen Unternehmen, um diese Entwicklung zu generieren, sind allerdings enorm“, bemerkt Hauptgeschäftsführer Otto. „Daher gilt mein Dank zunächst einmal allen Ausbildungsbetrieben, die diese Entwicklung möglichgemacht haben, indem sie Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt haben. Die Suche nach geeigneten Auszubildenden ist aufwändiger geworden und an einigen Stellen müssen wir auch mehr in die jungen Menschen investieren, aber das darf uns nicht abhalten, denn das Handwerk braucht ein Plus von etwa 20 Prozent mehr Auszubildenden, um den Bedarf der Betriebe an Fachkräften in den nächsten Jahren zu decken.“
Allein an dieser Zahl wird deutlich, welche Mammutaufgabe auf alle Partner im Ausbildungsmarkt in den nächsten Jahren zukommen wird. Wir müssen weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um den Jugendlichen den Weg in die berufliche Orientierung so leicht wie möglich zu machen, aber dazu gehört mehr als die Präsentation der Karriere- und oder Verdienstmöglichkeiten. Denn für viele jungen Menschen ist es gar nicht mehr wichtig, viel Geld zu verdienen oder Karriere um jeden Preis zu machen. Eigene Wertschöpfung, Erlebnisse, Erfüllung, das sind die Ziele mit denen man jungen Menschen einen Weg in die Zukunft zeigen kann und gerade Handwerksunternehmen und die dort angebotenen Berufe sind es doch, die den Millennials und ihren Idealen entgegen kommen können. Also, anstatt darüber zu philosophieren, dass es keine Bewerber mehr gibt, müssen sich die Betriebe fragen, was macht gerade mein Unternehmen aus, warum ist die Ausbildung gerade bei uns attraktiv. Auch wenn viele Betriebe umdenken und sich verändern müssen, ist das die einzige Chance im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern zu bestehen. „Aber dazu müssen die Handwerksbetriebe ihre Möglichkeiten sichtbar machen“, appelliert Hauptgeschäftsführer Otto an die Handwerker. „Bieten Sie Praktikumsplätze an, zeigen Sie den Schülerinnen und Schülern, warum sich gerade Ihr Handwerk lohnt. Bleiben Sie authentisch und ehrlich. Erzählen Sie Ihre Geschichte und - ganz wichtig - lassen Sie keinen Zweifel daran, dass jeder Mitarbeiter fair behandelt wird.

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