Mehr Investitionen in Straßen

Mehr Investitionen in Straßen

Knapp 30 Prozent der Handwerksbetriebe bewerten den Zustand der Straßeninfrastruktur mit mangelhaft oder gerade noch ausreichend. In einer Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) unter 5.882 Betrieben beklagen 42,4 Prozent eine Verschlechterung der Lage innerhalb einer Dekade. Verantwortlich dafür ist nach ihrer Meinung ein Investitionsstau bei Bund, Ländern und Kommunen.

Auch die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land bemängelt den schlechten Zustand des Verkehrswegenetzes in der Region. „Es werden“, so Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, „auch über das Jahr 2018 hinaus gesicherte und hohe öffentliche Investitionen benötigt.“

Die Handwerksbetriebe fordern von der Politik vor allem, sich verstärkt um Reparatur und Instandhaltung der Straßeninfrastruktur zu kümmern (58,3 Prozent). Den gezielten Abbau von Verkehrsengpässen fordern 34,8 Prozent. Die Betriebe beziffern den durchschnittlichen wöchentlichen Zeitverlust durch die Folgen des schlechten Straßenzustandes auf 7,4 Stunden.

Kritisch sieht das Handwerk den verstärkten Einsatz von Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP) zur Finanzierung und Umsetzung von Neubau oder Sanierung der Infrastruktur. 40 Prozent der Betriebe in Deutschland lehnen ÖPP ab, 37,4 Prozent sind unentschieden bei diesem Modell. In jedem Fall sollten nicht aus reiner Not neue Projekte in Öffentlich-Privaten-Partnerschaften angestoßen werden, nur weil es an Kapazitäten für eine Ausschreibung mangelt - zumal bei ÖPP-Projekten die Gefahr besteht, dass der Mittelstand von Aufträgen weitgehend ausgeschlossen wird.


Bildquelle: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land

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