Um 23 Junggesellinnen und 11 Junggesellen reicher ist das Friseur-Handwerk seit Montagabend (13.07.). Die Friseurinnung Bergisches Land hat die jungen Friseurinnen und Friseure in der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land im feierlichen Rahmen von den Pflichten ihrer Ausbildung freigesprochen und in den Gesellenstand erhoben.
Nach drei Jahren Ausbildung starten die 34 Friseurinnen und Friseure aus Rhein-Berg, Oberberg und Leverkusen jetzt ihre Berufskarrieren. Ab jetzt gehören die jungen Leute zu denjenigen, die ein Lächeln in die Gesichter ihrer Kundinnen und Kunden zaubern werden, wenn diese den Friseurstuhl verlassen.
Rüdiger Stroh, Obermeister der Friseurinnung Bergisches Land, begrüßte zur Lossprechung und wandte sich direkt an die Nachwuchskräfte: „Unser Beruf ist etwas ganz Besonderes, weil wir die Menschen berühren dürfen – nicht nur verbal, sondern auch mit unseren Händen. Das ist ein Privileg, über das wir uns jeden Tag im Klaren sein sollten und das wir ehren müssen. Ihre Ausbildung haben Sie beendet und von jetzt an gilt für Sie: Machen Sie etwas Wunderbares aus den Möglichkeiten, die Sie haben.“
Bergisch Gladbachs Bürgermeister Marcel Kreutz beglückwünschte die jungen Friseurinnen und Friseure zu deren erfolgreichem Abschluss – auch im Namen aller anderen Bürgermeister und Landräte: „Es gibt einige Meilensteine im Leben. Und der Abschluss einer Ausbildung gehört dazu. Herzlichen Glückwunsch also zu Ihrem Abschluss! Ich weiß, was für eine stressige Zeit hinter Ihnen liegt. Aber nicht nur für Sie war es stressig, sondern vielleicht auch für Ihre Eltern, Partnerinnen und Partner. Deshalb gebührt Ihnen allen auch ein Dank, denn Sie haben auf die ein oder andere Art dazu beigetragen, dass die jungen Leute heute hier sitzen.“ An die Junggesellinnen und -gesellen gewandt fügte Kreutz noch hinzu: „Sie sind so etwas wie die Seelsorgerinnen und Seelsorger Ihrer Kunden, Sie hören zu, sprechen mit Ihren Kunden und man fühlt sich aufgehoben bei Ihnen. Und wenn ich als Bürgermeister wissen möchte, was die Bürgerinnen und Bürger meiner Stadt bewegt, dann frage ich nicht im Rathaus nach, sondern setze mich in den Stuhl bei meinem Friseur und lasse mir von ihm erzählen, was die Menschen gerade bewegt.“
Dr. Margot Ohlms, Schulleiterin des Geschwister-Scholl-Berufskollegs Leverkusen schloss sich den Glückwünschen von Bürgermeister Kreutz an und dankte dann noch ausdrücklich den Ausbildungsbetrieben, die trotz machen Schwierigkeiten weiter ausbilden. Und von den Junggesellinnen und -gesellen wünschte sie sich: „Bleiben Sie in diesem schönen Handwerk. Sie sind nicht zu ersetzen.“
Obermeister Stroh überreichte im Anschluss die Gesellenbriefe zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern und wünschte den neuen Kolleginnen und Kollegen alles erdenklich Gute.
Einen besonderen Grund zur Freude haben eine Gesellin und ein Geselle,
die mit guter Leistung bzw. als Prüfungsbester ihre Ausbildung abgeschlossen haben.
Platz 2:
Frau Sarah Piccirillo aus Rösrath; Ausbildungsbetrieb: Neslihan Emir Nesli Intercoiffure, Bergisch Gladbach
Jahresbestleistung:
Herrn Semih Demirdöven aus Overath; Ausbildungsbetrieb: Haarstudio Wildangel GmbH, Lindlar