
Es wurde viel geklatscht am Abend des 01. Juli. Fast 400 Gäste waren zur feierlichen Lossprechung im wieder sehr schönen Ambiente bei Holz Richter in Lindlar gekommen. Reichlich Applaus spendeten die anwesenden Ausbildungsbetriebe, Tischlermeister, Kollegen, Lehrer, Eltern und Freunde als die Junggesellinnen und Junggesellen einzeln losgesprochen wurden. 16 junge Frauen und 44 junge Männer aus Leverkusen, Rhein-Berg und Oberberg haben ihre Gesellenprüfung erfolgreich abgeschlossen.
Dr. Markus Richter, Geschäftsführer von Holz Richter, begrüßte alle Gäste und freute sich, dass nicht nur die Lossprechung der Tischlerinnung wieder in seinem Haus stattfinden konnte, sondern auch die Ausstellung der Gesellenstücke, die vor allem auch die Kunden sehr interessiere: „Wir sind sehr gerne der Ausrichter dieser Veranstaltung und machen das auch weiterhin.“ Beeindruckt zeigte er sich über den hohen Anteil an Frauen unter den Loszusprechenden und dass sich wieder so viele junge Menschen fürs Handwerk entschieden haben. KI könne zwar viel, aber „solche Stücke kann die KI noch nicht und da ist es eine wirklich schlaue Entscheidung, ins Handwerk zu gehen“, so Richter abschließend.
Achim Culmann, Obermeister der Tischlerinnung Bergisches Land, und Willi Reitz, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, gehörten zu den ersten Gratulanten. „Wenn ich eure Gesellenstücke sehe, kann ich euch dazu einfach nur gratulieren und wünsche euch für euren Lebensweg wirklich alles Gute. Ich glaube, jeder von euch, der jetzt die Chance ergreift, kann in seinem Leben echt erfolgreich sein. Und es ist wunderschön, dass ihr im Handwerk angekommen seid!“, wandte sich Willi Reitz an die Junggesellinnen und -gesellen. Bevor dann die jungen Leute für die Lossprechung im Rampenlicht standen, bedankten diese sich bei den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern der Berufsschulen Bergisch Gladbach, Opladen und Dieringhausen und überreichten jeweils passende Geschenke.
Die Gute Form 2026
Die Besonderheit im Tischlerhandwerk ist, dass die Auszubildenden zum Abschluss ihrer Ausbildung je ein Gesellenstück anfertigen. Automatisch nimmt der Nachwuchs mit diesen Unikaten auf Innungsebene am Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form 2026“ teil. Eine Jury entscheidet, wer seine Arbeit besonders gut, genau oder kreativ gestaltet hat, und vergibt die
Platzierungen 1, 2, und 3 sowie Belobigungen. Die erstplatzierte Gesellin, Bastienne Bourbones aus Waldbröl (Ausbildungsbetrieb: Formart Die Schreinerei GmbH & Co. KG, Wiehl), wird in den Landeswettbewerb entsendet.
Die weiteren Platzierungen:
- Johanna Blümer (Ausbildungsbetrieb: Feinschnitt – Paul + René Bacher GbR, Leverkusen) – Platz 2
- Ronja Westerboer (Ausbildungsbetrieb: Stadt Köln Museum Ludwig, Köln) – Platz 3
- Waldemar Jeschow aus Köln, Lutz Schumacher aus Bergisch Gladbach und Erik Walter aus Burscheid – jeweils eine Belobigung
Die Prüfungsbesten
Bei der Jahresbestleistung hatte Johanna Blümer aus Leverkusen die Nase vorn. Den zweiten Platz belegte Marc Kirste aus Bergisch Gladbach, auf dem dritten Platz war Emil Beck aus Köln.
Die Tischlerinnung Bergisches Land und die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land wünschen allen neuen Fachkräften besten beruflichen Erfolg!