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Kreishandwerksmeister Willi Reitz wirbt für ein stärkeres Europa

Neujahrsempfang 2026 der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land

Jedes Jahr Anfang Januar folgen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Handwerk, Wirtschaft, Politik und Handel der traditionellen Einladung der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land zum Neujahrsempfang. Auch in diesem Jahr kamen rund 90 Gäste im festlich dekorierten Saal des Hauses der Wirtschaft in Bergisch Gladbach zusammen.

Kreishandwerksmeister Willi Reitz begrüßte die Anwesenden: „Es ist wirklich schön, hier mit Freunden des Bergischen Handwerks den ersten Empfang des Jahres zu feiern. Unser Motto für diesen Abend ist wie immer, dass wir den Raum geben, Verbindungen zu schaffen und dass es wieder inspirierende Gespräche gibt und Pläne für ein zukünftiges Miteinander geschmiedet werden können.“

Mit einem Zitat des Lyrikers Reiner Maria Rilke „Du musst dein Ändern leben“ eröffnete Reitz im Anschluss seine Rede. „Ich frage mich, wer von uns lebt eigentlich sein Ändern und wie schnell tut er das?“ fragte er nicht nur mit Blick auf die anwesenden ehemaligen Landräte, Bürgermeister oder Bundestagsabgeordnete, die neben den neuen Amtsträgerinnen und Amtsträgern sowie Gästen aus dem Handwerk, der Wirtschaft und dem Handel eingeladen waren, sondern auch und vor allem wegen der derzeitigen Herausforderungen in Deutschland, und in Europa.

Einigkeit, Stärke und die Idee eines geeinten Europas seien momentan so wichtig wie nie, unterstrich der Kreishandwerksmeister und erinnerte an einen, der seinen 150. Geburtstag gefeiert hätte, und sein ganzes Leben lang geändert und sein Ändern gelebt habe: Konrad Adenauer, der erste deutsche Bundeskanzler.  Schon 1949 habe er angefangen, die eur

opäische Einheit voranzutreiben. „Und ich glaube, wenn er jetzt wüsste, was wir in den letzten Jahren eigentlich nicht getan haben, wäre er stinksauer. Wir hätten viel mehr erreichen können mit dem was 1949 schon angestoßen worden ist. Als Gesellschaft und als Politik haben wir da echt ein bisschen geschlafen. Wir haben uns ausgeruht, weil es uns ja so gut ging. Weil wir gedacht haben, das geht immer so weiter. Dem ist aber nicht so“, konstatiert Reitz.

Die aktuelle Situation und die Herausforderungen an ein Europa zwischen den großen Weltmächten zeige, dass die Idee Adenauers von einem starken Europa heute wichtig

er sei denn je. „Ich denke, das können wir auch noch erreichen, wenn wir das alle wollen.

Ein funktionierendes Europa ist eine gute Idee, lasst uns endlich dran arbeiten. Wir können es besser, lasst es uns doch endlich tun, lasst uns unser Ändern leben. Und ich glaube, wenn wir alle dazu bereit sind, Schritte zu gehen – manchmal vielleicht auch in eine Richtung, von der wir nicht wissen, was auf uns zukommt, dann klappt das mit uns, mit der Gemeinschaft, dann wird es wahrscheinlich auch mit dem Frieden irgendwann wieder richtig klappen und mit der europäischen Gemeinschaft mit Sicherheit,“ beendet Reitz seine Ansprache an die Gäste.

Wie gut die Gemeinschaft in der Region schon funktioniert, machte Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, deutlich und richtete seinen Dank an die im vergangenen Jahr ausgeschiedenen politischen Amtsträger, darunter der ehemalige Landrat des Oberbergischen Kreises, Jochen Hagt, seinen Rheinisch-Bergischen Kollegen Stephan Santelmann, die Ex-Bürgermeister Frank Stein aus Bergisch Gladbach, Dietmar Persian aus Hückeswagen oder Jörg Bukowski aus Morsbach. Besonders würdigte er auch Dr. Hermann-Josef Tebroke, MdB a.D. und bedankte sich bei ihm für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Ich möchte Ihnen allen Danke sagen. Willi Reitz hat es gerade schon so treffend formuliert, dass es das große Europa gibt, dass es Deutschland gibt und dass es die Region gibt. Und für die Region stehen wir alle, die wir heute hier sind, alle, die für die Region gearbeitet haben, alle, die für die Region arbeiten. Und ich glaube, es ist ein großes Pfund, diese Gemeinschaft zu haben, in der man gemeinschaftlich wirtschaften kann, in der man vertrauensvoll zusammenarbeiten kann, in der man sich die Meinung sagen kann. Danke dafür,“ schloss Otto seine Worte an die Ex-Amtsträger.

Anschließend begrüßte er die neuen Würdenträger, die als Gäste beim Neujahrsempfang anwesend waren: Klaus Grootens, Landrat des Oberbergischen Kreises und Arne von Boetticher, Landrat des Rheinisch-Bergischer Kreises, Oberbürgermeister Stefan Hebbel aus Leverkusen, Bürgermeister Marcel Kreutz aus Bergisch Gladbach, Bürgermeister Bernd Hibst aus Wermelskirchen, Bürgermeisterin Laura Lundberg aus Odenthal, Bürgermeister Jan Gutowski aus Reichshof, Bürgermeister Sven Engelmann aus Lindlar. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und hoffe, dass auch wir das Gemeinsam weiter nach vorne bringen,“ wandte sich Otto an die neuen Amtsträger.

Das vom Kreishandwerksmeister anfangs genannte Motto der Neujahrsempfänge wurde im Anschluss von allen Gästen umgesetzt: Verbindungen schaffen, ins Gespräch kommen, Ideen austauschen und neue Ideen schmieden. Und an diesem Abend zeigte sich wieder einmal, wie stark eine Gemeinschaft dank eines einenden Handwerks ist.