Es braucht Mut zu Veränderungen!

Es braucht Mut zu Veränderungen!

Der neue Flächennutzungsplan der Stadt Bergisch Gladbach stellt die Weichen für das Leben und Arbeiten in den nächsten 20 bis 25 Jahren. Doch wie soll unsere Stadt in Zukunft aussehen? Die wirtschaftsorientierten Verbände der Region haben sich zum weiteren Verfahren des Flächennutzungsplans mit einem offenen Brief an die Ratsmitglieder gewandt. Egal, wie die Szenarien auch konkret aussehen werden, man braucht, um die Zukunft aktiv gestalten zu können, Optionen und Handlungsspielräume.

Visionen für die Entwicklung Bergisch Gladbachs
Die Initiative „Leben und Arbeiten in Bergisch Gladbach“ (ILA-GL) wünscht sich auch für die Zukunft eine Stadt, die liebens- und lebenswert ist und die sich weiterentwickeln kann. Dafür stellen Sie, die Ratspolitiker, nächste Woche Dienstag die Weichen. Der erste Entwurf des Flächennutzungsplans für Bergisch Gladbach hat viele Reaktionen hervorgerufen und Sie verfolgen Ihre Aufgabe, die Interessen von Bürgern, u.a. Handel, Industrie und Handwerk zu vereinen. Das Ergebnis ist ein Neuentwurf, auf den Sie sich verständigt haben. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen wir flexibel sein. Und das in einem hohen Maße: Wir erleben ständig, dass Veränderungen schnell und unvorhergesehen passieren. Die Vertreter der Wirtschaft auf regionaler Ebene möchten Sie in Ihrem Vorhaben unterstützen und bitten Sie, keine weiteren Flächen im Flächennutzungsplan zu streichen, damit wir im Sinne der Stadt Bergisch Gladbach handlungsfähig bleiben.

Mut, Visionen, Überzeugungen?
Deshalb möchten wir als Vertreter der Wirtschaft auf regionaler Ebene – ähnlich wie die amerikanische Sängerin Pink in ihrem weltweit erfolgreichen Song „Dear Mr. President“ - fragen: „Liebe Abgeordnete, wo sind der Mut, die Visionen und Überzeugungen, mit denen Sie für die Zukunft der Region antreten?“ Die Industrie- und Handelskammer zu Köln, die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Haus und Grund Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. und die Initiative „Leben und Arbeiten in Bergisch Gladbach“ (ILA-GL) sprechen sich FÜR Optionen aus - sowohl für Wohnen als auch für Gewerbe. Und das heißt auch Flächen.
Den Status quo bewahren zu wollen, genügt nicht. Nur „Nein“ zu sagen, ist einfach, aber keine Lösung. Natürlich ändern sich in Zeiten von Digitalisierung die Bedarfe in der Industrie und im Handwerk. Gewerblich-technische Arbeitsplätze bleiben aber bestehen, denn auch zukünftig werden nicht alle Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten können. Gleichzeitig entstehen bei erfolgreichen Unternehmen in unserer Stadt neue Top-Stellen wie zum Beispiel im Bereich Engineering bei den DEUTA-WERKEN. Dazu kommt, dass die Region Köln als Firmenstandort ebenso wie als Lebensmittelpunkt sehr gefragt ist. Das bedeutet: Wir müssen hier bestehenden Unternehmen Wachstumschancen ermöglichen, um sie am Standort zu halten. Und wir müssen interessanten ansiedlungswilligen Unternehmen ein Angebot machen können.

Nähe als Potential für die Zukunft
Wir möchten uns nicht mit Stillstand zufrieden geben. Junge Menschen ziehen aus Bergisch Gladbach fort, wenn sie keinen bezahlbaren Wohnraum und keine attraktiven Arbeitsplätze finden. Die Zukunft unserer Stadt läge dann in einer zunehmenden Vergreisung. Wir möchten aber eine lebendige und attraktive Stadt bleiben! Deshalb sollte auch keine zu starke Verdichtung vorgenommen werden, damit der „grüne Charakter“ der Stadt erhalten bleibt. Wünschenswert ist ein gutes Maß an Flächenausweisung, damit Optionen für die junge Generation und für unsere gemeinsame Zukunft geschaffen werden.


Verkehr und Infrastruktur müssen bei der Flächenentwicklung immer mitbedacht werden. Gegenwärtig kann nicht seriös abgeschätzt werden, wie (schnell) sich der Bereich Mobilität entwickelt. Carsharing und autonomes Fahren können große Veränderungen bewirken. Wir brauchen gute Verkehrskonzepte. Die konkreten Lösungen für neue Wohngebiete können und müssen allerdings erst mit dem jeweiligen Bebauungsplan gefunden werden – der FNP sollte dafür die richtigen Rahmenbedingungen definieren.
Wir, die wirtschaftlich Engagierten in Bergisch Gladbach, möchten Sie, liebe Ratsmitglieder, darin stärken, die richtigen Weichen für eine zukunftsfähige Stadt zu stellen.

Denn Vision braucht Platz.
Und Veränderung braucht Mut.

Foto: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Marcus Otto

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