Friseure in Not – dringender Hilferuf an die Politiker im Landtag und Bundestag

Die derzeitige Situation der Friseure in Deutschland – und demnach auch der etwa 260 Mitgliedsbetrieben und mehr als 1.800 Beschäftigten in Leverkusen, Rhein-Berg und Oberberg – ist alarmierend.
Aus diesem Grund hat der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Marcus Otto, gemeinsam mit dem Obermeister der Friseurinnung Bergisches Land, Thomas Stangier, einen „Hilferuf“ an die Landtags- und Bundesabgeordneten in der Region adressiert.

In dem Schreiben fordern sie für die Mitglieder, dass die Finanzhilfen dringend und schnell nachgebessert werden müssen. „In der augenblicklichen Situation können die Mehrheit der Friseure den eigenen Lebensunterhalt nicht bestreiten. Eine absolut inakzeptable Situation!“, betont der Hauptgeschäftsführer ausdrücklich.

Auszug aus dem Schreiben:
Die Friseurbetriebe sind per staatlicher Verordnung seit dem 16.12.2020 geschlossen. Damit wurde den Friseuren ihre Existenzgrundlage entzogen. Helfen sollten den Betrieben die Überbrückungshilfe III und die Neustarthilfe. ABER: Diese schließen in der aktuellen Fassung die Mehrzahl der Friseurbetriebe von jeglicher Unterstützung aus. Die meisten der etwas über 80.000 Friseurbetriebe in Deutschland werden keinen Antrag auf Überbrückungshilfe III oder Starthilfe stellen können. Ziel beider Hilfsprogramme ist es, Umsatzeinbrüche auszugleichen und durch eine anteilige Fixkostenerstattung die Betriebe zu unterstützen. Leider aber kommen die gut gemeinten Hilfen nicht im Friseurhandwerk an, sind doch die Friseurbetriebe rein an der Dienstleistung orientierte Unternehmen.

Und weiter:
Die von oberster Stelle geforderte Solidarität zeigt deutliche Grenzen, es kommt hier ganz objektiv zu Ungleichbehandlungen. Die Folgen sind bereits mittelfristig nicht zu übersehen: Viele Betriebe können sich nicht mehr am Markt halten. Damit fallen Arbeits- und Ausbildungsplätze weg. Das Friseurhandwerk hofft auf Ihre Unterstützung. Es gilt eine Lücke zu schließen, die durch die Verordnungsgeber nicht erkannt wurde. Wir bitten Sie daher eindringlich darum, sich der Notlage dieses Handwerks anzunehmen und eine baldige Wiedereröffnung zu ermöglichen und gleichzeitig schnelle Hilfen auch in Form von Unternehmerlösungen zugänglich zu machen.

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