Konsumgut Schönheit

Friseure profitieren von gesteigerten Beauty-Investitionen der Verbraucher
Die Tendenz der vergangenen Jahre setzt sich fort – die Ausgaben für den privaten Konsum steigen stetig und unterstützen damit kräftig das deutsche Wirtschaftswachstum. Ein Trend, von dem auch die Friseure in Deutschland profitieren. Ein attraktives Äußeres ist immer wichtiger und die Bereitschaft in die eigene Schönheit zu investieren, so stark wie selten zuvor.

Charakteristisch für den Friseurmarkt der letzten Jahre ist eine konstant positive Entwicklung, das belegen auch die neuesten Umsatzstatistiken. Die 80.697 Friseursalons in Deutschland, davon 10.113 Filialen, setzten im vergangenen Jahr mehr als 6,4 Milliarden Euro um. Insgesamt verzeichnete das Statistische Bundesamt für 2015 im Friseurhandwerk ein Umsatzplus von 2,5 Prozent.

Hintergrund der positiven konjunkturellen Entwicklung der Friseurbranche ist die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach vielseitigen Friseurdienstleistungen. Die eigene Schönheit mit Hilfe von Beauty-Anwendungen zu betonen, gewinnt bei den Konsumenten zunehmend an Bedeutung. Im Friseursalon wird dem Kunden professionelle Dienstleistung, individuelle Beratung und Ambiente geboten. Für die Kompetenz der rund 200.000 Schönheitsexperten deutschlandweit, sind Verbraucher verstärkt gewillt Geld auszugeben.

Ein neues individuelles Styling, Wellness für den Alltag und sozialer Treffpunkt, der Friseurbesuch wird von Frauen durchschnittlich mehr als fünf Mal im Jahr fest eingeplant. 2015 wurden dabei pro Besuch durchschnittlich rund 46,00 Euro ausgegeben. Männer sitzen durchschnittlich fast acht Mal im Jahr auf dem Friseurstuhl. Dabei investierten sie pro Besuch etwa 18,50 Euro.

Ausbildungssektor 

Die Zahl der Auszubildenden im Friseurhandwerk ist mit einem Minus von 3,3 Prozent im letzten Jahr erwartungsgemäß bundesweit rückläufig. Mit insgesamt 22.769 Auszubildenden zählt die Friseurbranche aber noch immer zu den ausbildungsstarken Berufen in Deutschland. Damit bleibt die Ausbildungsquote – der Anteil der Auszubildenden gemessen an der Zahl der Beschäftigten – auch 2015 überdurchschnittlich hoch. Mit über 11 Prozent lag sie erneut deutlich höher als im Handwerk insgesamt (rund 7,3 %). 

Festzuhalten bleibt also: Der Friseurberuf versprüht für eine enorme Anzahl an Berufseinsteigern ungebrochen eine hohe Attraktivität. Vor allem junge Frauen sehen in dem kreativen Modeumfeld und der Vielzahl an interessanten Entwicklungsmöglichkeiten die Aussicht auf eine berufliche Verwirklichung. So sind knapp 90 Prozent aller angehenden Friseure weiblich. Außerdem bildet die Friseurbranche seit Jahren eine überdurchschnittliche Anzahl an Menschen mit Migrationshintergrund aus. Mode kennt keine Grenzen, deshalb wird das Friseurhandwerk hinsichtlich der aktiven Mitarbeit bei der Flüchtlingsintegration auch künftig Menschen mit Migrationshintergrund einen beruflichen Einstieg bieten können.


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