Deutsche und französische Tischler-Azubis bauen Möbel für Pfadfinder

Die deutschen und französischen Auszubildenden bei der ÜBL im Butzweilerhof

Wer einen Handwerksbetrieb führt, weiß, dass Handwerk auch oft etwas mit sozialem Engagement zu tun hat. Ein Beispiel dafür sind deutsche und französische Tischlerazubis, die im März zusammen eine Sitzgelegenheit für einen Pfadfinderstamm gebaut haben. All das geschah während der Überbetriebliche Ausbildung (ÜBL) im Butzweilerhof in Köln-Ossendorf unter der Leitung von Ausbilder Achim Allrich im Rahmen eines Deutschland-Frankreich Austausches von Auszubildenden im Tischlerhandwerk.

Tischlerauszubildende Freia Hartfiel und ihr französischer Austauschpartner Simon Payet.

In der ÜBL ging es darum, ein Möbelstück selber zu entwerfen und herzustellen, da die Franzosen jedoch mit dem Zug anreisen und ihre Möbel somit nicht mitnehmen können, entschieden sich die Auszubildenden dazu, aus dem Ganzen ein soziales Projekt zu machen. So kam es zu der Entscheidung, dem Pfadfinderstamm DPSG Sankt Johannes Lohmar eine Sitzgarnitur zu bauen. „Es gibt zwar eine Sprachbarriere zwischen uns und den Franzosen, so kann es manchmal zu Missverständnissen kommen, aber das kann eben auch mit Deutschen passieren“, berichtet Auszubildende Freia Hartfiel, 28, die den Stamm für das Projekt vorgeschlagen hat. Trotz dieser Hürden konnten die Auszubildenden aus Deutschland und die 13 Franzosen eine Sitzgelegenheit bauen, welche die Pfadfinder sicher oft nutzen werden.

©Achim Allrich: Die fertige Sitzgarnitur im Vereinsheim

Im Anschluss an die Teilnahme an der ÜBL folgt für die Franzosen noch ein zweiwöchiges Praktikum im Betrieb ihres Gastgebers. Für Freias Austauschpartner Simon Payet, 21, aus Lyon, ist das der Innungsbetrieb Holzdoktor Kevin Rasche aus Bergisch Gladbach. „Ich finde es interessant, wie Handwerker aus anderen Ländern arbeiten und vergleiche es mit der französischen Arbeitsweise. Ein Unterschied ist, dass deutsche Tischler Sicherheit am Arbeitsplatz sehr ernst nehmen und sie als deutlich wichtiger angesehen wird als bei uns in Frankreich“, erklärt der Franzose.

Den Austausch gibt es seit 2007, er findet alle zwei Jahre statt und gibt den Auszubildenden die Möglichkeit, drei Wochen in Frankreich zu verbringen und im Gegenzug auch einen französischen Lehrling bei sich aufzunehmen.

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