Brotlagerung – Tipps für einen langen Genuss

Kaum etwas schmeckt besser als eine frische Scheibe Brot. Doch leider ist es mit dem knusprigen Genuss in der Regel schnell wieder vorbei. Was Sie tun können, damit Ihr Brot länger frisch bleibt, verraten wir Ihnen hier.

So bleibt Brot länger frisch!

Legen Sie sich Ton- oder Steingutbehälter zu. Die offenen Poren nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf, und geben sie bei Bedarf wieder an das Brot zurück. Auch Schimmel hat so schlechte Karten. Brotkästen, die nicht luftdicht abschließen und die Luft zirkulieren lassen, haben einen ähnlichen Effekt.

Wischen Sie Ihren Brotbehälter regelmäßig mit Essig aus. Auch das hilft, Schimmelbildung zu vermeiden.

Lagern Sie Brot und Brötchen bei Raumtemperatur. Bei Kühlschranktemperaturen von 0°C bis +7°C verliert das Gebäck an Feuchtigkeit und Geschmack und wird besonders schnell altbacken.

Stellen Sie angeschnittenes Brot mit der Schnittfläche nach unten. So trocknet es langsamer aus.

Praktisch für Single-Haushalte: Schneiden Sie die Hälfte Ihres Brots in Scheiben und frieren Sie es ein. Das geschnittene Brot können Sie dann je nach Bedarf scheibenweise auftauen oder im Toaster rösten.

Kaufen Sie Brote mit einem hohen Roggenanteil, einem hohen Gehalt an Vollkorn oder Schrot oder solche, die mit Sauerteig hergestellt werden. Sie bleiben am längsten frisch.

Wie lange hält welches Brot?

Optimale Lagerung vorausgesetzt, bleiben Brote mit Sauerteig mehrere Tage frisch:

• Weizenbrote bis zu 2 Tage
• Weizenmischbrote 2 bis 4 Tage
• Roggenmischbrote 3 bis 5 Tage
• Roggenbrote 4 bis 6 Tage
• Schrot- und Vollkornbrote 7 bis 9 Tage

Was passiert bei der Brotalterung?

Brotalterung entsteht durch die sogenannte Retrogradation. Dabei gibt die Stärke das beim Backprozess gebundene Wasser wieder ab. Das Wasser dringt an die Oberfläche (Kruste) und verdunstet. Diesen Prozess können Sie nur durch Einfrieren verhindern. Kälte oberhalb des Gefrierpunkts und Luftbewegung fördern die Retrogradation. Im Kühlschrank ist das Brot deshalb zwar vor Schimmel geschützt, altert jedoch wesentlich schneller. Bei den dort herrschenden Temperaturen verliert das Brot am schnellsten das beim Backprozess gebundene Wasser.

Die beste Art, Brot aufzubewahren, ist nachweislich bei Raumtemperatur in einem unglasierten Steinguttopf (Brottopf). Alternativen, in denen das Brot relativ lange frisch bleibt, sind Brotkästen und mit Wachs beschichtete Brotbeutel. Haben Sie nichts davon zur Hand? Dann nutzen Sie doch einfach die Papiertüte, in die der Bäcker das Brot beim Kauf verpackt.

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