Auszubildende einmal anders gewinnen: Ausbildungsbotschafter/-innen fürs Handwerk

Fachkräftemangel und demographischer Wandel, diese beiden Schlagworte werden tagtäglich genannt und beschreiben den derzeitigen Zustand, dass das Handwerk insgesamt Facharbeiter sucht, diese auf dem Arbeitsmarkt jedoch nicht mehr zu bekommen sind.

Aus diesem Grunde wirbt die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land schon seit vielen Jahren für eine Ausbildung im Handwerk und versucht Jugendliche, auch flankiert durch die Imagekampagne des Handwerks, für eine duale Ausbildung zu begeistern. So werden die verschiedensten Ausbildungsmessen in der Region Rheinberg, Oberberg und Leverkusen mit einem eigenen Messestand betreut. Ferner wird gezielt der Schulunterricht aufgesucht und die Möglichkeiten einer handwerklichen Ausbildung aufgezeigt. Gleiches gilt gegenüber den Eltern und letztlich den Lehrern.

Dieses Engagement soll ab sofort mit einem weiteren Baustein gestärkt werden – dem sogenannten Ausbildungsbotschafter/-in.

Ausbildungsbotschafterinnen und –botschafter sind Auszubildende, die sich im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr befinden und eine persönliche und fachliche Eignung mitbringen, so dass sie überzeugend berichten können, was an ihrem Beruf Spaß bereitet und welche Inhalte vermittelt werden.

Diese Auszubildende gehen dann als Botschafter in den Schulunterricht und berichten über Berufe, Ausbildung und Karrierechancen. Auch diskutieren sie mit den Jugendlichen über die Gründe, die für eine Ausbildung sprechen oder auch was ihnen in der Ausbildung besonders gut gelungen ist. Der Vorteil ist auch, dass aufgrund ihres Alters sie die Sprache der Schülerinnen und Schüler sprechen und somit eine Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet.

Die Ausbildungsbotschafterinnen und –botschafter werden von der Handwerkskammer zu Köln gezielt geschult. Aktuell sind bereits die ersten sieben Ausbildungsbotschafter geschult worden und es gibt insgesamt 20 Bewerber.

Der Vorteil für die Mitgliedsbetriebe der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land ist, dass die Ausbildungsbotschafter über ihren Ausbildungsbetrieb berichten und somit den jeweiligen Ausbildungsberuf vorstellen. Hierbei profitieren der Betrieb und der Auszubildende gleichermaßen, da der Betrieb weitere Bekanntheit erlangt und der Auszubildende sein Selbstbewusstsein steigern kann. Außerdem können auf diesem Wege weniger bekannte oder Spezialberufe vorgestellt werden.

Aber ohne die Unterstützung der Innungsfachbetriebe funktioniert ein solcher Weg der Auszubildendengewinnung nicht. Denn, wenn die Ausbildungsbotschafterinnen und –botschafter während der üblichen Unterrichtszeiten in die Schulen endsendet werden sollen, findet die normale Ausbildung statt, d.h., die Ausbildungsbetriebe müssen die Ausbildungsbotschafter für diese Tätigkeit während dieser Zeit von der Ausbildung freistellen. Diese Termine finden in der Regel ein bis zweimal im Halbjahr statt.

Informieren Sie Ihre Auszubildenden und nehmen Sie an dem Projekt teil. Sie können sich jederzeit an die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land und dort Herrn Geschäftsführer Kirch unter 02202-935933 oder an Frau Müller von der Handwerkskammer zu Köln unter 0221 – 2022 403 wenden.       




Bildquelle Übersichtsseite Aktuelles: www.amh-online.de


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