51 neue Tischlergesellen in der Region

Erstmals hat die Tischlerinnung Bergisches Land eine Broschüre mit den Gesellenstücken erstellt.

Vitrinenschränke, Schreibtische, Tisch-Kicker, Badezimmermöbel, Sideboards - die Tischler-Auszubildenden können mächtig stolz sein. Zum Abschluss der Tischler-Ausbildung fertigen die Nachwuchshandwerker neben ihren theoretischen und praktischen Prüfungen ein Gesellenstück an, das oft im (zukünftigen) eigenen Zuhause einen Ehrenplatz erhält. Überzeugt und bestanden haben 51 junge Menschen (darunter sieben Frauen) aus Leverkusen, Rhein-Berg und Oberberg, die sich nun Gesellen nennen dürfen.
Die Tischlerinnung Bergisches Land und die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land gratulieren Ihnen zu diesem bedeutenden beruflichen Karriereschritt recht herzlich!
Einen besonderen Grund zur Freude hat Tischlergeselle Alexander Frick aus Gummersbach. Er hat die Jahresbestleistung erbracht. Sein Ausbildungsbetrieb ist „Tischlerei Ackermann Inh. Martin Pönitz“ in Gummersbach. Herzlichen Glückwunsch!

Der Gestaltungswettbewerb DIE GUTE FORM

In diesem Jahr kann zwar keine Lossprechung mit den üblichen weit über 200 Gästen aus gegebenem Anlass stattfinden, aber alle Verantwortlichen freuen sich darüber, dass der Gestaltungswettbewerb "Die Gute Form" dennoch stattfindet.

Bei diesem Gestaltungswettbewerb zeichnet eine Fachjury exzellent gestaltete Gesellenstücke im Tischlerhandwerk aus. Die Jury entscheidet, wer seine Arbeit besonders gut, genau oder kreativ gestaltet hat, und vergibt die Platzierungen 1, 2, und 3 sowie Belobigungen. Dies geschieht zunächst auf lokaler Ebene, dann auf Landes- und abschließend auf Bundesebene. Die Gewinner des Wettbewerbs auf lokaler Innungsebene (Leverkusen, Rheinisch-Bergischer Kreis und Oberbergischer Kreis) stehen nun fest. 

1. Platz: Bastian Maiwald „Barschrank“; gelernt im Betrieb Formart Die Schreinerei GmbH & Co. KG in Wiehl

Jury-Begründung:
Verschachtelte Volumen bilden eine nach allen Seiten den Raum ergreifende Skulptur. Mutig ist die konstruktive Auseinandersetzung mit der Doppelstegplatte: Das transluzente Material stellt vor die Herausforderung, Einleimer und Beschläge zu verankern. Aus der konstruktiven Notwendigkeit heraus, die Stegplatte als Tür anzuschlagen, wurden Bandteile der Kröpfung A und B miteinander kombiniert und dieser Mischbeschlag auch auf die Korpuselemente aus Holz übertragen. Das Objekt zeigt als Ergebnis einer intensiven formalen Auseinandersetzung beeindruckende Eigenständigkeit sowie technische Entwurfs- und Transferleistungen. Ein Stück für die große Bühne!

2. Platz: Korinna Rennefeld „Zwischen den Zeilen“; gelernt im Betrieb Julius Möbel – Tischlerei Kapune in Overath

Jury-Begründung
Das filigrane Möbelstück in dunkelblauem Fenix und Kirschbaum mit dem poetischen Namen „Zwischen den Zeilen“ beeindruckt in seiner Schlichtheit, Leichtigkeit und großen Klarheit vor dem Hintergrund angemessen feiner Materialstärken und Proportionen. Die Gesamtkomposition strahlt Konzentration und Wärme aus. Der Betrachter fühlt sich unmittelbar berührt durch die fast meditative Anmutung und Schönheit. Eine hohe handwerkliche Verarbeitungsqualität unterstützt das Konzept.

3. Platz: Kaja Hoffmann „TV Board“; gelernt im Betrieb Korte Einrichtungen GmbH in Kürten

Jury-Begründung
Eine langgestreckte, spitz zulaufende elliptische Grundform projiziert sich durch außen angesetzte Rundstäbe in die Höhe. Die Stäbe schließen flächenbündig mit dem als Scheibe ausgebildeten Oberboden ab und bilden hier eine schlichte Ornamentik aus. Sie tragen im unteren Bereich schwebend einen flachen Korpus. Das Gestell entwickelt sich konsequent aus der Gesamtform. Das traditionelle Korpusvolumen wird aufgelöst. Eiche als durchgängiges Material unterstützt die Geschlossenheit der Form.

Belobigung: Marius Puschke „Tischkicker“; gelernt im Betrieb Tischlerei Duda GmbH & Co. KG in Wermelskirchen

Jury-Begründung:
Der komplett aus Mineralwerkstoff gefertigte Kicker ist in seinem spezifischen Materialeinsatz konsequent durchgearbeitet. Er verlässt den üblichen Formenkanon des großen Kastens mit vier Füßen zugunsten einer eigenständigen, die Funktion unterstützenden modernen Form.

Der erstplatzierte Geselle wird zusätzlich in den Landeswettbewerb entsendet.

Die Jury-Mitglieder: 
Kerstin Tilly, Dipl. Ing. Innenarchitektin und Mitglied aknw
Hans Christoph Bittner, Möbel-/Innenraumgestalter, Unternehmensberater Formgebung
Johannes Niestrath, Tischler NRW und Redaktion dds – das magazin für möbel und ausbau

Die Gesellenstücke 2020 der Tischlerinnung Bergisches Land stehen auch in einer online-Präsentation des Verbandes Tischler NRW im Internet - den Link erhalten Sie HIER.

Die Broschüre der Tischler-Gesellenstücke 2020 erhalten Sie als pdf über diesen Link.
Viel Spaß bei der Lektüre!

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