Verbraucherinfos

Metall – Viel Raum für Kreativität und Selbstständigkeit

Metall - wohl kein anderer Werkstoff ist heute so weit verbreitet. Während Sie dieses lesen, sitzen Sie wahrscheinlich gerade an einem Tisch oder auf einem Stuhl, der wenigstens zum Teil aus Metall besteht. Und selbst wenn Ihre Möbel aus Holz oder Kunststoff sind, dann wurden sie immerhin mit Werkzeugen aus Metall hergestellt. Dieses Beispiel macht deutlich: Der Werkstoff Metall ist in unserem täglichen Leben und in der Wirtschaft allgegenwärtig.

In Leverkusen, im Rheinisch-Bergischen Kreis und im Oberbergischen Kreis gibt es mehr als 100 Handwerksbetriebe, die diesen Werkstoff jeden Tag verarbeiten: in Fenstern und Türen, als Treppengeländer, in Form von Werkzeugen oder Maschinenteilen, in Zweirädern oder Hufeisen.

Viele halten Metall für ein "kaltes" Material. Wir Metalltechniker sehen das anders. Für die meisten von uns ist das Schönste an unserem Beruf, dass wir kreativ und gestalterisch mit dem Material arbeiten können. 

Wenn man mit einer Arbeit fertig ist, dann sieht man zum Beispiel ein Geländer, das selbst auch gut gefällt. Und so geht es auch den Kollegen aus den anderen Fachgruppen mit ihren Produkten. Außerdem ist für uns fast nichts unmöglich: Jedes Problem können wir lösen, jede Form - egal wie fein - können wir herstellen, wenn der Kunde es wünscht und bezahlt. 

Gelegenheiten für Kreativität gibt es bei uns genug: Jeder Auftrag ist für uns eine Einzelanfertigung. Auch die Hufschmiede müssen jedes einzelne Eisen an die Hufe des Pferdes anpassen. Wir unterhalten uns mit unseren Kunden über ihre Ideen, fertigen auf dieser Grundlage Skizzen oder genaue Zeichnungen an und realisieren diese Pläne schließlich in unseren Werkstätten und beim Kunden. Da ist der persönliche Einsatz jedes einzelnen gefragt - des Meisters, der Gesellen und jedes Auszubildenden.

In der Vergangenheit hat sich das Metallhandwerk immer den veränderten Rahmenbedingungen angepasst, wie sein Werkstoff Metall, der sich durch kein anderes Material verdrängen ließ. So lange es also Metalle auf der Erde gibt, so lange wird es auch Handwerker geben, die diesen Werkstoff verarbeiten.

Das Metallhandwerk heute

Vielseitige Bandbreite

Das Metallhandwerk ist ein bedeutender Partner vieler Bereiche des täglichen Lebens und der Wirtschaft. Ob in der Bauwirtschaft, im Maschinen- und Fahrzeugbau, im Sport, bei Luft- und Raumfahrt, im Verkehrswesen, der Medizintechnik, der Verpackungsindustrie oder als Zulieferer für die weiterverarbeitende Industrie. In vielen Bereichen geht ohne das Metallhandwerk nichts mehr. Die Fachgebiete des Metallhandwerks sind daher vielseitig und umfassen weit reichend Konstruktionstechnik, Metallbau, Stahlbau, Feinwerkmechanik, Schließ- und Sicherungstechnik, Metallgestaltung und Nutzfahrzeugbau.

Auch im Fachgebiet Metallbau zeigt sich eine enorme Angebotspalette, die einen Bogen schlägt vom Fenster-, Türen- und Fassadenbau über Treppengeländer, Tore und Wintergärten bis hin zu Balkonbrüstungen, einbruchsicheren Gittertüren und vielem mehr. Dabei beginnt das Leistungsportfolio der Innungsfachbetriebe mit dem Planungsservice beim Kunden oder direkt auf der Baustelle, bevor ein millimetergenaues Aufmass des neuen Metallbauelements erfolgt. Die dann in der Regel erstellten Ausführungszeichnungen sind die Richtschnur für alle am Bau beteiligten Firmen und Handwerker. Und auch eine die Auftragsfertigstellung begleitende Objektbetreuung zählt zum Angebot der Innungsunternehmen.

Moderne Konstruktionen

Im Fertigungsbereich ist das Metallbauhandwerk mit modernster Technologie ausgestattet, die zum Beispiel die komplette Blech-Be- und Verarbeitung durchführt und Alu- und Edelstahlbleche passgenau schneidet sowie kantet. Für exakte und schnelle Planungsarbeiten stehen zumeist CAD-Arbeitsplätze zur Verfügung, wobei Planungen in 3D-Qualität bereits zum Standard gehören. Die Weiterverarbeitung erfolgt sodann in standardisierten Dateiformaten. Ein flexibler Datenaustausch und eine schnelle Kommunikation runden das moderne Erscheinungsbild des gut aufgestellten und bestens positionierten Innungsfachbetriebs ab.

Aber nicht nur in punkto Technologie haben die Experten die Nase vorn. Auch das Design entspricht modernsten Standards. So gehören beispielsweise schmiedeeiserne Zäune und Tore heute eher der Vergangenheit an. Elemente aus Stahl, Edelstahl oder Aluminium hingegen liegen groß im Trend. Aus Metallrohren, -profilen und –blechen fertigen die Handwerker Türen, Tore, Wintergärten, Treppengeländer, Balkonbrüstungen, Vordächer oder Fenstergitter. Bei den auf Maß angefertigten Produkten können unterschiedlichste Werkstoffe kombiniert und beliebig veredelt werden. Die ganz großen Renner sind derzeit Edelstahl und Glas. Aber auch Elemente aus Messing, hochwertigen Kunststoffen oder Edelstahlseilen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Professionelle Oberflächenbeschichtung

Auch für die Oberflächenbehandlung gibt es inzwischen eine Vielzahl an Möglichkeiten. So können Werkstücke feuerverzinkt, pulverbeschichtet oder lackiert werden. Aber auch hier ist unbedingt der Rat eines Fachmannes einzuholen. Denn nur der weiß, welche Beschichtung notwendig ist, um das Material auf Dauer gegen Witterungseinflüsse zu schützen. Um beispielsweise Werkstoffe vor Rost zu bewahren, eignen sich Pulverbeschichtungen oder Lackierungen. Und als besonders unempfindlich stellen sich Edelstahlprodukte und feuerverzinkte Metalle dar. Bei bereits vom Rost gezeichneten Bauteilen muss dieser zuerst entfernt werden, bevor die Schutzfarbe – so genannte Bleimennige – aufgetragen wird. Erst im Anschluss daran erfolgt der Deckanstrich.

Im Trend: Vorsatzbalkone

In Mode gekommen sind in letzter Zeit auch so genannte Vorsatzbalkone aus Metall. Während beim Zwei-Stützen-Modell die Hälfte der Balkonlast frontseitig auf zwei Stützen ruht, ist die andere Hälfte durch Wandanker in das Gebäude eingeleitet, wobei die Stützenkonsole an der Frontseite mit dem Randprofil des Balkons verschraubt wird. Ein innenliegender Stützenverbinder fügt die Elemente zusammen und ein tragfähiger Wandanker im Baukörper garantiert die sichere Wandhalterung, indem er die horizontalen und vertikalen Balkonkräfte aufnimmt. Das Vier-Stützen-Modell ist dagegen eine frei stehende Konstruktion, und zwar wandseitig über Gleitanker sicher mit dem Gebäude verbunden. Die Stützen befinden sich an allen vier Balkonecken und sind über jeweils eine Konsole am Randprofil mit der Balkonkonstruktion befestigt.

Stahl und Metall in allen Formen

Eine moderne Schlosserei bietet heute eine Menge Möglichkeiten, die entsprechenden Werkstoffe zu bearbeiten und zu gestalten. Dabei stehen dem Handwerker spezielle Maschinen zur Verfügung, um Ideen und Entwürfe umzusetzen. Wie zum Beispiel ein besonderer Schneidbrenner. Dessen optischer Sensor fährt die Linien von technischen Zeichnungen ab und überträgt diese als Schneidflamme auf das Material. Höchste Präzision also bei der Verwirklichung der gewünschten Form. Und überhaupt sind Arbeiten mit unterschiedlichen Formen und Werkstoffen bei den Fachbetrieben der Innung in den besten Händen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und reichen vom klassischen über das moderne bis hin zum extravaganten Design.

Zur umfangreichen Angebotspalette der Metallbauer zählen in zunehmendem Maße auch innovative und funktionelle Carports aus Stahl und Metall. Diese bieten viele Vorteile, heben sich von der Masse ab und garantieren eine lange Lebensdauer. Aber auch im übrigen Baubereich erfreuen sich die langlebigen und robusten Materialien zunehmender Beliebtheit. Denn durch Lackieren, Verzinken oder mit einer Pulverbeschichtung ist ein fast unbegrenzter Korrosionsschutz möglich. Regelmäßige und aufwendige Nachbehandlungen, wie etwa bei anderen Baustoffen, spielen daher keine Rolle mehr. Ein weiteres Argument für Stahl und Metall, das im Übrigen zu 100 Prozent recyclingfähig ist, stellt die zügige Montage der in der Regel vorgefertigten Bauteile dar.


Das Metallhandwerk – vielseitig und hochmodern


Weiterführende Links:

Der Bundesverband Metall bietet auf seiner Website Metallhandwerk.de viele weitere Verbraucherinformationen an.

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