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Aktuelle Termine

Dienstag 30.09.2014

Seminar: Fragen und Antworten für Vermieter - Aktuelle Brennpunkte im Mietrecht

Anmeldungen über die Geschäftsstelle
Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
10:00 Uhr
Mittwoch 08.10.2014

Erste-Hilfe Auffrischung

Anmeldungen über die Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
08:30 Uhr

Ausbildungsberufe im Raumausstatter- und Bekleidungshandwerk

Raumausstatter/Raumausstatterin

Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).
Persönliche Voraussetzungen:
Spass am Nähen haben
gerne kreativ arbeiten
gutes Farbsehvermögen und räumlichen Vorstellungsvermögen haben
Einfühlungsvermögen haben und kontaktfreudig sein
Raum
Foto: www.teamhandwerk.de
Perspektiven

Aufgrund des steigenden Lebensstandards sieht der Raumausstatter im allgemeinen guten Berufsaussichten entgegen, auch bei schwacher Konjunkturlage. Das Warenangebot für die Ausstattung von Arbeitsplätzen und Wohnungen wächst stetig und sorgt dafür, dass der Käufer auch in Zukunft auf das Fachwissen des Raumausstatters zurückgreifen wird.

Neues Raumgefühl
Mit Farben und Formen Räume gestalten. Neuen Schwung einziehen lassen und alten Mief vor die Türe setzen. Das sind einige der Hauptaufgaben. Raumausstattung zaubert Atmosphäre der Behaglichkeit, der Zweckmäßigkeit im modernen Büro - je nach Stil des Objektes und der Anforderung.

Hochkonjunktur für gute Ideen
An kostbare Materialien für Wand und Boden legen Fachleute Hand an. Kreativ, geschmackvoll, geschickt. Man muss aber erst mal den Raum auf sich wirken lassen und dann mit Ideen spielen, um die attraktive Optik zu erzielen wie sie von schicken Restaurants, Bistros, Theatern, Galerien usw. her bekannt ist.

Wer Stilempfinden, Einfühlungsvermögen und kunsthandwerkliches Geschick hat, findet in diesem Beruf ein weites Betätigungsfeld. Er kann selbständig arbeiten und viele Leute kennenlernen. Der Arbeitsplatz wechselt ständig. Und immer wieder kommen neue Kunden mit unterschiedlichsten Wünschen. Die einen wollen eine anspruchsvolle Dekoration, die anderen ihre Polstermöbel aufgearbeitet oder restauriert haben und wieder andere die komplette Raumgestaltung. Es gibt vieles zu tun, das eine Menge Spaß macht.

Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Raumausstatter/zur Raumausstatterin aus dem Jahre 1982 wurde überarbeitet und den Anforderungen an eine moderne und praxisnahe Berufsausbildung angepasst. Neue Lerninhalte stützen sich nicht nur auf bisherige Ausbildungsinhalte, sondern orientieren sich an der für diesen Berufsbereich von Fachexperten für notwendig erachtete Qualifikationen.

In der neuen Ausbildungsordnung kann zwischen den vier Schwerpunkten "Boden", "Polstern", "Raumdekoration sowie Licht-, Sicht- und Sonnenschutz" und "Wand- und Deckendekoration" gewählt werden. In die modernisierte Ausbildungsordnung nebst Ausbildungsrahmenplan und in den Rahmenlehrplan für den Berufsschulunterricht wurden die folgenden neuen Qualifikationen aufgenommen: 

- Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken
- Teamfähigkeit " Qualitätssicherung
- Kundenorientierung 

Raumausstatter und Raumausstatterinnen gestalten Räume und Polstermöbel nach Kundenanforderungen. Sie bekleiden Wände und Decken, gestalten, fertigen und montieren Raumdekorationen sowie Licht-, Sicht- und Sonnenschutz. Sie gestalten und verlegen textile und elastische Bodenbeläge, polstern und beziehen Polstermöbel. Sie führen ihre Arbeit sowohl in Werkstätten als auch vor Ort bei Kunden aus.

Raumausstatter und Raumausstatterinnen führen ihre Arbeiten selbständig und kundenorientiert anhand von technischen Unterlagen und Arbeitsaufträgen allein, im Team und in Kooperation mit anderen Gewerken aus. Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, richten Arbeitsplätze ein und ergreifen Maßnahmen zum Umweltschutz und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Sie prüfen die baulichen Voraussetzungen vor Ort, berechnen den Materialbedarf und die Kosten der erbrachten Leistungen.

Raumausstatter und Raumausstatterinnen
entwickeln und gestalten Raumsituationen
gestalten, fertigen und montieren Raumdekorationen sowie Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen
gestalten, bekleiden und beschichten Wand- und Deckenflächen
gestalten und verlegen Bodenbeläge
polstern und beziehen Polstermöbel
prüfen und bereiten Untergründe vor
be- und verarbeiten Werk- und Hilfsstoffe
gehen mit Informations- und Kommunikationstechniken um
handhaben und warten Werkzeuge, Geräte und Maschinen
führen Messungen durch und erstellen Arbeitsunterlagen
beurteilen Arbeitsergebnisse und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch

Maßschneider/Maßschneiderin 

Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).
Persönliche Voraussetzungen:
geschickt sein 
genau und sorgfältig arbeiten können
räumliches Vorstellungs- und Farbsehvermögen haben
kreativ sein
kontaktfreudig sein
Massschneider
Foto: www.teamhandwerk.de
Perspektiven

Der ständige Wandel in der Mode und die technische Weiterentwicklung stellen den/die Maßschneider/-in immer vor abwechslungsreiche und neue Aufgaben. Neben der Beschäftigung im handwerklichen Betrieb besteht für ihn außerdem die Möglichkeit, in der Bekleidungsindustrie oder im Einzelhandel tätig zu werden. Gute Chancen nach der Ausbildung gibt es aber auch im Bereich der Theater- und Kostümschneiderei. 

Maßschneider und Maßschneiderinnen fertigen individuelle Bekleidungsstücke nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen sowie Kundenwünschen in Maßarbeit an. Dabei stehen eine hochwertige Verarbeitung der vielfältigen Materialien unter Berücksichtigung modischer Tendenzen sowie eines stil- und typgerechten Gesamtbildes im Vordergrund. Das Arbeitsgebiet umfasst auch das Modernisieren und Ändern von Bekleidung. Maßschneider und Maßschneiderinnen sind in Werkstätten und Ateliers der handwerklichen Maßschneidereien und Änderungsschneidereien tätig, auch in Industriebetrieben und Modehäusern sowie in den Kostümabteilungen von Theatern, Film und Fernsehen.

Maßschneider und Maßschneiderinnen beherrschen die gesamte Herstellung von Kleidungsstücken und führen abwechslungsreichen Tätigkeiten selbständig aus. Die maßgeschneiderten Kleidungsstücke zeichnen sich durch hochwertige Verarbeitung, optimalen Sitz und individuelle Formgebung aus. Maßschneider und Maßschneiderinnen
stellen Bekleidung aus zuvor gefertigten Teilen in verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Verarbeitungstechniken her
entwickeln und gestalten Entwürfe nach modischen, funktionalen, historischen und technologischen Aspekten auch unter Einsatz rechnergestützter Programme
erfassen den Zusammenhang zwischen Gestaltung, Körperform, Schnitt und Verarbeitung
erstellen Schnittschablonen, schneiden Teile mustergerecht zu und erfassen die Grundlagen der Schnittkonstruktion
planen die Arbeitsschritte zur Herstellung von Kleidungsstücken, legen Verarbeitungstechniken fest und dokumentieren sie
wählen Materialien und Zutaten nach Eigenschaften, Verwendungszweck und Kundenanforderungen aus
handhaben Arbeitsgeräte, Maschinen und Zusatzeinrichtungen
führen Stich- und Nahtarten aus, bügeln und fixieren
führen Teilarbeiten aus, z. B. Taschen, Kanten, Schlitze, Ärmel, Kragen
richten Kleidungsstücke zur Anprobe
beurteilen Arbeitsergebnisse und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch
modernisieren, ändern und reparieren Kleidungsstücke
führen qualitätssichernde Maßnahmen durch
beachten Grundsätze der Sicherheit, des Gesundheits- und Umweltschutzes

Schuhmacher/Schuhmacherin

Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).
Persönliche Voraussetzungen:
Spaß an der Arbeit mit Leder haben
sorgfältig und geschickt arbeiten
kontaktfreudig sein
Schuhmacher
Foto: www.teamhandwerk.de
Perspektiven

Ein breites Aufgabenfeld eröffnen die zunehmenden Fußschäden, die zum großen Teil daraus resultieren, dass in der Kindheit nichtpassende Konfektionsschuhe getragen wurden. In diesen Fällen kann der Schuhmacher durch Umarbeiten von Schuhen und durch Anfertigung von Fußstützen für fast jedes Problem eine individuelle Lösung finden.

Wenn die Zeit für Schuhe "abgelaufen" scheint, steht entweder eine neue Mode an oder den Schuhe sind Strapazen vom meilenweiten Gehen anzusehen. In jedem Fall ist der Schuhmacher die richtige Adresse, damit Schuhwerk "auf dem laufenden" bleiben. Er ist die richtige Anlaufstelle, wenn Kunden Neuanfertigungen nach Maß wünschen.

Dabei zeigt der Schuhmacher Kreativität und umfangreiches Können, das nicht in 5 Minuten erlernbar ist. Weitreichende Materialkenntnisse gehören ebenso dazu wie der Aufbau eines fußgerechten Schuhs. Zudem führt der Schuhmacher Änderungen aus, arbeitet z.B. Fußstützten oder Verstärkungen ein, damit Schuhe auf Schritt und Tritt bequem sitzen. Und er bringt Schuhe auf Vordermann durch neue Absätze, Sohlen oder Färben. Er kennt die aktuellen Farben und Mode-Trends.

Bei vielen Aufgaben erleichtern moderne Maschinen die Arbeit. Der Schuhmacher braucht eine sichere Hand bei der Materialauswahl und bei der Ausführung seiner selbstständigen und abwechslungsreichen Arbeiten. Wenn er dazu auf seine Kunden eingeht und weiß, wo der Schuh drückt, kann er sich durch freundliche Beratung und sachkundige Empfehlungen einen zufriedenen Kundenkreis aufbauen.

Ausbildungsinhalte:
Bedienen und Pflegen der gewerbeüblichen Werkzeuge, Maschinen und Geräte 
Kenntnisse der gebräuchlichen Leder- und Synthetikmaterialen
Bearbeiten und Bodenmaterial, Absätzen und Sohlen
Arbeiten am Schaft, Grundkenntnisse der Schaftherstellung
Maßschuharbeiten
Grundkenntnisse der allgemeinen Lehre vom Körper des Menschen, insbesondere der Anatomie des Fußes und des Beines und ihrer Erkrankungen 
Anfertigen von Fußumrisszeichnungen, Trittspuren und Abwicklungshilfen
Arbeitsschutz und Unfallverhütung

Kaufmännische Berufe im Raumausstatter- und Bekleidungshandwerk

Bürokaufmann/Bürokauffrau (Ausbildungsordnung bis 31.07.2014)
Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement (Neuordnung ab 01.08.2014)

Informationen zur Neuordnung der Büroberufe.pdf


Anlage zum Ausbildungsvertrag Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement.pdf
"Wahlqualifikation"
Persönliche Voraussetzungen:
Deutsche Rechtschreibung beherrschen
Freundlich und aufgeschlossen sein
Genau und sorgfältig arbeiten
Flexibel sein
Gerne im Team arbeiten
Bürokaufleute sorgen für den nötigen Durchblick im Betrieb und wissen genau Bescheid über Einnahmen und Ausgaben, über Produktionskosten und Lagerbestände, Löhne und Gehälter. Ihre Kalkulationen sorgen dafür, dass der Betrieb wirtschaftlich Kurs hält. Sie haben alle Aufträge im Auge und überwachen die Einhaltung der Termine.
Buero
Foto: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
Informations- und Textverarbeitung 
Auftrags- und Rechnungsbearbeitung 
Lohn- und Gehaltsrechnung
Buchführung und Kostenrechnung 
Termin- und Lagerüberwachung

Ausbildungsvergütungen, Ausbildungsdauer, Gehaltsvergütungen

Raumausstatterhandwerk

Raumausstatterhandwerk - Ausbildungsvergütungen
1. Lehrjahr 260,00 €
2. Lehrjahr 310,00 €
3. Lehrjahr 440,00 €
Ausbildungsdauer: 36 Monate

Raumausstatterhandwerk - Lohn nach der Ausbildung bei Anwendung der Tarifempfehlung:

im 1. Gesellenjahr: 1.420,00 €
im 2. Gesellenjahr: 1.612,00 €
ab 3. Gesellenjahr: 1.920,00 €

Maßschneiderhandwerk

Maßschneiderhandwerk - Ausbildungsvergütungen
1. Lehrjahr 164,00 €
2. Lehrjahr 215,00 €
3. Lehrjahr 277,00 €
Ausbildungsdauer: 36 Monate

Maßschneiderhandwerk - Lohn nach der Ausbildung bei Anwendung der Tarifempfehlung:

im 1. Gesellenjahr 1.076,00 €
im 3. Gesellenjahr 1.254,00 € 
im 4. Gesellenjahr 1.347,00 €

Herren-Maßschneider: 
im 1. Gesellenjahr 2.153,00 €

Änderungsschneiderhandwerk

 Änderungsschneiderhandwerk - Ausbildungsvergütungen
1. Lehrjahr 164,00 €
2. Lehrjahr 215,00 €
Ausbildungsdauer: 24 Monate

Änderungsschneiderhandwerk - Lohn nach der Ausbildung bei Anwendung des Tarifvertrages:

im 1. Gesellenjahr 1.076,00 €
im 2. Gesellenjahr 1.166,00 €
im 4. Gesellenjahr 1.347,00 €  

Schuhmacherhandwerk

Schuhmacherhandwerk - Ausbildungsvergütungen
1. Lehrjahr 390,00 €
2. Lehrjahr 460,00 €
3. Lehrjahr 535,00 €
Ausbildungsdauer: 36 Monate

Schuhmacherhandwerk - Lohn nach der Ausbildung bei Anwendung des Tarifvertrages:

im 1. Gesellenjahr: 1.817,00 €
im 3. Gesellenjahr: 1.920,00 €

Die Aufstiegsmöglichkeiten

Raumausstatter/Raumausstatterin
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:  
Raumausstattermeister/in
Gestalter/in- Holz- und Raumgestaltung
Betriebswirt/in - Handwerk
Restaurator/in im Raumausstatterhandwerk
Als Meister/in kann man einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen. Folgende Studiengänge bieten sich bei der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung u. a. an:
Innenarchitektur
Textil-, Bekleidungstechnologie
Textil-, Bekleidungsdesign
Produkt-, Industriedesign
Restaurierung
Bühnenbildnerei
Bildende Kunst
Maßschneider/Maßschneiderin
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
Damenschneidermeister/-in
Betriebswirt/-in des Handwerks
Schuhmacher/Schuhmacherin
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis bestehen u. a. folgende Möglichkeiten der Weiterbildung:
Schuhmachermeister/-in
Betriebswirt/-in des Handwerks

Weitere Infos und Links

Deutscher Bildungsserver
Informationen zum Thema "Bildung und Ausbildung" 
Bundeswirtschaftsministerium - Tipps und Formulierungsbeispiele zu Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräch
Wie und Wo werde ich Meister/in in Nordrhein-Westfalen bzw. Deutschland?
Übersicht über die Anbieter von Lehrgängen zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung
Weiterbildung NRW
Informationen des Ministeriums für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen
Akademie des Handwerks Schloß Raesfeld
Die Akademie bietet ein breit gefächertes Spektrum von Studiengängen und Einzelseminaren an. 
Und zum Schluss:
Alle Infos zu den Berufen im Überblick zum Download: