Pollen im Flugmodus

Pollenfilter
Fotonachweis: ProMotor

Rund 16 Prozent der Deutschen kennen das Dilemma: Im Winter läuft die Erkältungsnase. Danach schnäuzen sich viele Leidgeplagten übergangslos weiter, weil Pollen ihnen den Atem nehmen. Ab Februar machen Erle und Haselnuss Allergikern das Leben schwer, ab März legen sich Ulme und Esche so richtig ins Zeug. Das Elend währt bis weit in den Herbst hinein.

„Das kann durchaus gefährlich werden für Autofahrer“, warnt Reiner Irlenbusch, Obermeister der Kraftfahrzeuginnung Bergisches Land. „Die kleinen Plagegeister legen ihre Opfer mit Niesattacken, tränenden Augen und Mattigkeit lahm. Einmal Niesen, und der Fahrer ist meterweit im Blindflug unterwegs.“ Der Pollenflug lässt sich zwar nicht aufhalten, die Autofahrt kann aber erträglicher und sicherer von Statten gehen.

Filter regelmäßig wechseln

Innenraumfilter leisten Schwerstarbeit. Sie halten jede Menge Schadstoffe aus dem Auto fern. Es gibt sie als Partikel- und Kombifilter. Im elektrostatisch aufgeladenen Hochleistungsvlies des Partikelfilters bleiben Ruß, Staub, Schmutz, der Abrieb von Bremsen, Kupplung und Reifen, aber auch Pollen hängen. Die Aktivkohleschicht der Kombiversion filtert zusätzlich noch Gerüche und schädliche Gase wie Ozon aus der Luft. Wer mit Innenraumfilter fährt, sollte Fenster und Schiebedach schließen, sonst geht die Wirkung ins Leere.

Sätestens nach einem Jahr sind die Filter dicht und müssen entsprechend der Herstellervorgaben ausgetauscht werden. Für Allergiker lohnt der Wechsel auch in kürzeren Intervallen. Anzeichen für zugesetzte Filter: Die Scheiben beschlagen, es müffelt und auf den Innenscheiben bildet sich ein schmieriger, blendender Film.

Auto putzen

Die gelbe Pollenschicht legt sich wie ein Teppich in und aufs Auto. Wollen die Allergiker sauber atmen, müssen Polster, Teppiche und Ablagen akribisch gesaugt werden. Zum Putzplan gehört ebenso die regelmäßige Fahrt in die Waschanlage.

Noch besser: Auf einer Hartwachsversiegelung bleiben die lästigen Flieger weniger haften und lassen sich besser entfernen.

Nicht vergessen: In die Scheibenreinigungsanlage gehört im Frühling ein spezieller Sommerreiniger. Der löst erfolgreich nicht nur Insektenfriedhöfe, sondern auch das Ergebnis einer Pollenattacke.

Medikamente checken

Wer allergisch auf Pollen reagiert, schluckt Medikamente. Nicht jeder Betroffene reagiert auf die Wirkstoffe gleich, einige Antihistaminika machen müde. Laut ADAC haben direkt oder indirekt ein Fünftel aller Medikamente Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit. Dazu gehören auch viele freiverkäufliche Präparate. Arzt, Apotheker und der Beipackzettel klären über die Nebenwirkungen auf.

Weil letzten Endes aber jeder Verkehrsteilnehmer für seine Fahrtüchtigkeit selbst verantwortlich ist, kann Sorglosigkeit teuer werden. Verursacht ein Pollenallergiker durch Medikamente einen Unfall, kann dies neben der Geldbuße mit Führerscheinentzug und sogar Freiheitsstrafe sanktioniert werden. Auch der Kaskoschutz steht auf dem Spiel.

Über den aktuellen Pollenflugplan informiert der Deutsche Wetterdienst unter www.dwd.de/pollenflug.


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