Kritik an Daimler-Chef Zetsche

Kritik an Daimler-Chef Zetsche

„Wenn man nicht weiter weiß, schlägt man um sich“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Marcus Otto, die Äußerung von Daimler-Chef Zetsche. Den Vorwurf von angeblich mangelnder Kompetenz der Werkstätten weise er im Sinne der rund 3.800 Fachkräfte, die in Betrieben der Kraftfahrzeuginnung Bergisches Land beschäftigt sind, energisch zurück.

Der Daimler-Vorstandsvorsitzende, Dieter Zetsche, hat sich Anfang Februar zu einer möglichen Hardware-Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen geäußert: Die Diesel-PKW müssten in Tausenden von Werkstätten umgebaut werden, die dazu womöglich nicht in der Lage wären. „Es gab schon originellere Versuche von Herstellerseite, die Nachrüstung ihrer Produkte mit stickoxidreduzierender Technik zu verhindern, als den Verweis auf die angeblich mangelnde Kompetenz der Werkstätten“, merkt Otto an.

Die KfZ-Betriebe und Autohäuser haben bereits schlimme Konsequenzen durch die Diesel-Affäre erfahren: Der Verkauf von Dieselautos ist gegenüber 2016 um 20 % zurückgegangen. Auch auf dem Gebrauchtwarenmarkt verlieren Dieselfahrzeuge immer mehr an Wert. Schätzungsweise mehr als 300.000 Euro5-Fahrzeuge im Händlerbestand sind bundesweit momentan nicht verkäuflich. Der Schaden wird auf rund 1,3 Milliarden Euro geschätzt.

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