Generation Z – wer kommt da auf uns zu?

Generation Z – wer kommt da auf uns zu?

"Wenn der Chef abends oder am Wochenende mal einen Mitarbeiter anrufen will, geht das bei der Generation Z gar nicht mehr!" Prof. Dr. Christian Scholz hat in seinem Vortrag in Engelskirchen erklärt warum. Denn die jungen Menschen, die zur sogenannten Generation Z zählen und ab 1990/ 1995 geboren sind, trennen ganz klar ihre Berufswelt von ihrem Privatleben. Das bedeutet nicht, dass nach der Arbeit nur faulenzen auf dem Programm steht, aber dann beginnt ein neu definierter Tagesabschnitt, der nichts mit der Arbeitswelt zu tun.
Die Generation Z ist sehr komplex. Geprägt sind die jungen Menschen unter anderem von den zahlreichen Schulreformen: beispielsweise G 8 für die weiterführenden Schulen. Hier ging es immer um Effizienz und die Komplexität ist ihnen eher abgenommen worden. Trotzdem waren sie in der Schule sehr behütet, mit fertigen Stundenplänen und zahlreichen Eltern, die ihre Kinder bis in die Klasse gebracht haben, so dass es mittlerweile an Schulen sogar „Eltern-freie Zonen“ gibt, ab dieser Grenze sollen die Kinder bitte selbstständig in das Schulgebäude bzw. in das Klassenzimmer gehen. Das prägt und färbt natürlich ab. Daher ist es nicht ungewöhnlich für die Generation Z, dass ihre Schwerpunkte im Vergleich zu anderen Generationen Unterschiede aufzeigen.
Prof. Dr. Christian Scholz von der Universität Saarbrücken ist Erforscher der Arbeitswelt mit diesem aktuellen Fokus „Generation Z“. Auf Einladung der Initiative FachKraftWerk Oberberg hat er am 20. September in Engelskirchen die Generation und die kommenden Auszubildenden kurzweilig und unterhaltsam charakterisiert, teils zum Nachdenken angeregt und die Situation anschaulich beleuchtet.
Die jungen Menschen klingeln nicht mehr an Haustüren, sondern schreiben eher eine WhatsApp „Bin da“. Mails nutzen sie meist gar nicht mehr, die Generation Z'ler haben zwar Mailadressen, aber gucken selten ins Postfach. Sie haben kleinere Freundeskreise und sind gerne unter sich. Für ihre Freunde, für ihre Welt setzen sie sich ein – aber die Generationen um sie herum interessieren sie nicht sonderlich. Ihre Wahrnehmung der Berufswelt ist ganz anders als die der Generation vorher – die meistens mit der Generation Y beschrieben wurde.

Generation Y
geboren zwischen 1980 und 1995
Karriere- und Leistungsorientiert
Schätzen flexible Arbeitszeitmodelle
Fließender Übergang zwischen Freizeit und Beruf
Definiert sich auch über Konkurrenz und Wettbewerb

Generation Z
geboren ab 1990/1995
Leistungswillig und –bereit; wenn sie den Sinn in der Arbeit erkennen
Wünschen sich geregelte Arbeitszeiten
Trennung Beruf - Privat
Möchte ein gutes Betriebsklima

Fazit des Abends: Die Mitarbeiter im Betrieb ticken sicherlich ganz unterschiedlich. Die einen möchten gefordert werden, die anderen bitte nur gefördert und empfinden zu viel Druck als starke Einmischung und damit übergriffig. „X“ würde sich theoretisch über einen Firmen-Kindergartenplatz freuen – „Z“ dagegen sähe darin einen Übergriff ins Privatleben. Wie werden Chefs beiden gerecht bzw. kann beide gut führen und das Unternehmen weiterhin erfolgreich leiten? Prof. Dr. Christian Scholz beschreibt es wie folgt, „ein bisschen ‚Z‘ schadet uns allen nicht“. Die Generation Z lebt insgesamt gesünder, schläft beispielsweise auch länger und lässt der Arbeit die angemessene Wichtigkeit für den Bereich Arbeit zukommen - und setzt die Arbeit nicht mit dem gesamten Leben gleich.
Die Generation Z ist neugierig, lässt sich begeistern, wenn sie den Sinn erkennen, und ist durchaus traditionell.

Die zwölf Partner der Initiative FachKraftWerk Oberberg sind:
- Oberbergischer Kreis
- Industrie- und Handelskammer zu Köln - Geschäftsstelle Oberberg
- Handwerkskammer zu Köln
- Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
- Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach
- Jobcenter Oberberg
- Arbeitgeberverband Oberberg e.V.
- Deutscher Gewerkschaftsbund - vertreten durch die IG Metall, Verwaltungsstelle Gummersbach
- DIE FAMILIENUNTERNEHMEN - ASU e.V. Regionalkreis Oberberg
- OK Ausbildung e.V.
- Fachhochschule Köln - Campus Gummersbach
- Wirtschaftsjunioren Oberberg e.V.

Foto: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land

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