Rhein-Berg: Unser Dorf hat Zukunft

Rhein-Berg: Unser Dorf hat Zukunft

Marialinden in Overath hat den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen. Bei der großen Abschlussveranstaltung im Kreishaus wurde die Overather Ortschaft durch Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke und Marianne Brochhaus, Direktorin der Kreissparkasse Köln, ausgezeichnet. Damit geht Marialinden für den Rheinisch-Bergischen Kreis auch in den Landeswettbewerb, der im nächsten Jahr stattfindet. Das Siegerdorf und die weiteren Teilnehmer haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass der ländliche Raum in unserer Region viel Potenzial und Zukunft hat. Sieger sind alle Ortschaften mitsamt ihrer Dorfgemeinschaften, die am Wettbewerb teilgenommen haben.

Platz 1: Marialinden (Overath), Preisgeld: 1.500 Euro
Die Bewertungskommission verleiht Marialinden den 1. Platz, weil dieser Ort durch eine herausragende Entwicklung in allen Bereichen beeindruckte. Das schöne „ Dorf auf dem Berge“ mit den von weitem sichtbaren Doppeltürmen der Kirche St. Mariä Heimsuchung – ist als Wallfahrtsort ein Ort mit langer Geschichte. Die Bürgerinnen und Bürger von Marialinden haben mit ihrer Geschichte und Tradition den Weg in die Zukunft gefunden und gestalten diese aktiv durch ehrenamtliches Engagement. Die Bewohner des Ortes engagieren sich durch ein aktives soziales und kulturelles Dorfleben, das Miteinander von Jung und Alt, Alt- und Neubürgern. Beispiele sind der jährliche Weihnachtsmarkt, das Sommerfest „Kutt nom Dom“, Konzerte, die Kulturreihe und die zahlreichen Vereine. Als weitere umgesetzte Projekte sind Wanderwege und eine energetische Beleuchtung der Kirchtürme hervorzuheben. Mit den Zukunftsprojekten Ausbau der Kulturreihe, Anlegen von Wildblumenwiesen, Bouleplatz am Kirchplatz, Bücherschrank, Einrichtung eines zweiten Bushäuschens, Mitfahrerbänke sowie der Unterstützung des Sportvereins beim Bau eines Spielplatzes sind weitere zukunftsweisende Ideen genannt. Mit diesen Projekten verfolgt Marialinden weiter das Konzept, Begegnungsmöglichkeiten aller Art im Dorf zu schaffen.

Ziel des Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist es, Perspektiven für den ländlichen Raum zu schaffen und das Leben abseits der Ballungsgebiete weiter attraktiv zu gestalten. Durch die Teilnahme wird dazu beigetragen, in den Ortschaften Projekte und Entwicklungen ins Leben zu rufen oder vorhandene Strukturen weiterzuentwickeln. „Mit Ihrem beachtlichen Engagement tragen Sie dazu bei“, erklärte Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke, „dass das Leben auf dem Land und im Dorf eine Zukunft hat.“ Dieser Einsatz wird nicht zuletzt durch den Dorfwettbewerb unterstützt. Denn gemeinsam kann man etwas auf die Beine stellen, Ideen entwickeln und diese zum Wohle aller umzusetzen. Das Engagement vor Ort lobte auch Marianne Brochhaus, Direktorin bei der Kreissparkasse Köln, die die Preisgelder für die Dorfgemeinschaften stiftete. Zudem erhielten die Dorfgemeinschaften von verschiedenen Stiftern noch Sonderpreise. 

Sonderpreis der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
Die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land ist Stifter für den Sonderpreis für vorbildliche Bemühungen zur Einbindung des heimischen Handwerks bei der Umsetzung der Projekte. Dieser Sonderpreis geht ebenfalls an das Bürgerkomitee Marialinden. "Wir freuen uns sehr, dass die Jury diesen tollen Preisträger erkoren hat", gratuliert der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Marcus Otto, dem Preisträger. "Wir werden ihren Weg bis zum Golddorf verfolgen." Die Handwerker sind in ihrem Umfeld immer schon nachhaltig aktiv und unterstützen auch ehrenamtlich die Region. Aus Verbundenheit, aber auch, um die Region zukunftsfähig zu halten und um in puncto weicher Standort-Faktor für die Betriebe und Mitarbeiter interessant zu sein. Darüber hinaus steht auch das Handwerk fürs Ehrenamt und der Einsatz für die Dörfer in unserer Region muss gewürdigt werden. 
Das ist die Begründung der Jury: Das Bürgerkomitee Marialinden zeichnet sich dadurch aus, dass für die Umsetzung der Projekte das heimische Handwerk und Unternehmen im Ort eingebunden werden. Für das Aufstellen von Wanderbänken, den Bau des Bushäuschens, für Grabungsarbeiten, selbst für den Druck von Plakaten werden Unternehmen aus dem Ort beschäftigt.

Wettbewerb wirkt nachhaltig
Allein schon die Beteiligung am Wettbewerb ist ein Gewinn für alle Dorfgemeinschaften. Es werden Projekte angestoßen und damit neue Perspektiven für das eigene Lebensumfeld geschaffen. Projekte, die im Rahmen des Wettbewerbs aus der Taufe gehoben oder dafür noch intensiver vorangetrieben werden, wirken weit über die Veranstaltung hinaus und sind daher nachhaltig. Es entstehen beispielhafte Lösungsansätze für Entwicklungen, die vielen Menschen zu Gute kommen. Dies trägt dazu bei, dass der ländliche Raum für seine Bewohner auch in Zukunft attraktiv bleibt.

Foto: eine Delegation des Bürgerkomitees Marialinden aus Overath und Katrin Rehse von der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land

Copyright: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land

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