Hygieneampel gefährdet Bäckerbetriebe

Die vom NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel initiierte Hygieneampel schlägt hohe Wellen und stellt Bäckerbetriebe unter Umständen an den Pranger.

Ein rot-gelb-grünes Kontrollbarometer für Bäckereibetriebe in Nordrhein-Westfalen soll Kunden zukünftig zeigen, wie es um die Hygiene bestellt ist. NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel möchte, obwohl die Bundesregierung das abgelehnt hat, die Hygiene-Ampel in NRW verpflichtend einführen. Möglichst bald soll es ein Gesetz für NRW geben, wonach die Ergebnisse regelmäßiger Lebensmittelkontrollen in einer Bewertungsskala mit Ampelfarben veröffentlicht werden. Alle anderen betroffenen Verbände – Fleischer, Brauer, DEHOGA und auch der Lebensmittel-Einzelhandel – lehnen das geplante Hygienebarometer in der jetzigen Form aus guten Gründen ab.

Gemeinsam mit weiteren Innungen startete jetzt auch die Bäckerinnung Bergisches Land die Marketing-Kampagne „Remmel-Semmel“, um die Medien und Verbraucher zu informieren.

„Wir unterstützen diese Aktion und sind der Meinung“, so Peter Lob, Lehrlingswart der Bäckerinnung Bergisches Land, „unsere Betriebe dürfen nicht ungerechtfertigt an den Pranger gestellt werden. Nicht alle Beanstandungen der Lebensmittel-Kontrolleure stellen eine Gefährdung für den Kunden dar. Das derzeitige Konzept birgt Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten. Mit der Aktion „Remmel-Semmel“ gehen wir an die Öffentlichkeit und werben für eine gerechte Lösung.“

Zahlreiche Bäckerbetriebe aus der Region nennen ihr „normales Brötchen“ nun vom 21.09.2016 bis Ende Oktober 2016 „Remmel-Semmel“ und sorgen mit Infoflyern und speziellen Brötchen-Tüten für bestmögliche Aufklärung.


Bildquelle Übersichtsseite Aktuelles: www.amh-online.de

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