Fahrzeuge mit "Figurproblemen":  In NRW werden die Baustellenfahrstreifen verbreitert, Autofahrer müssen die tatsächliche Fahrzeugbreite wissen

Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium hat die Straßenbauämter angewiesen, baustellenbedingte Fahrstreifenverengungen für Fahrzeuge mit einer maximalen Breite von 2,1 Metern auf Bundesautobahnen und Landstraßen freizugeben. Dadurch ist es nun Fahrzeugführern, deren Fahrzeuge eine Breite von bis zu 2,1 Metern aufweisen gestattet, den z. B. in Baustellen schmalen linken Fahrstreifen zu befahren, ohne der Gefahr eines Verwarnungsgeldes von 20 Euro durch die Polizei zu unterliegen. Dennoch bleibt der Autofahrer dazu verpflichtet, sich über die tatsächliche Breite seines Wagens zu informieren, so Obermeister Reiner Irlenbusch von der Kraftfahrzeuginnung Bergisches Land.

Bislang wurden viele Autofahrer durch das Verkehrszeichen 264 "Tatsächliche Breite - 2 m" z. B. bei Baustellenankündigungen ausgebremst und auf die rechte Fahrspur zwischen die Nutzfahrzeuge verbannt. Dies betrifft beachtenswerte 70 Prozent der heutigen neu zugelassenen Pkw mit einer tatsächlichen Breite einschließlich der Außenspiegel von mehr als zwei Metern. Dabei wissen viele Autofahrer oftmals gar nicht, wie breit ihr Fahrzeug wirklich ist. Während im Fahrzeugschein die Fahrzeugbreite europaeinheitlich ohne Außenspiegel berücksichtigt wird, sind die Karosserieabmessungen mit Außenspiegel oftmals nur der Betriebsanleitung bzw. den Prospekten der Pkw und Kleintransporter bis 3,5 t zu entnehmen.

Eine Änderung der europaeinheitlichen Regelung hinsichtlich einer anderen Fahrzeugbreitenangabe in den amtlichen Fahrzeugpapieren ist auch zukünftig nicht zu erwarten, da Fahrzeugausstattungen (ein oder zwei Spiegel) je nach Land unterschiedlich sind. Und auch wenn in NRW Verbreiterungen der Baustellenfahrstreifen durch die Straßenbauämter vorgenommen werden, ist der Fahrzeugführer trotzdem dazu verpflichtet, sich über die tatsächliche Fahrzeugbreite zu informieren, zumal in anderen Bundesländern derzeit noch Schilder mit einer Fahrzeugbreite bis 2 m zu sehen sind.

Weil die Maßangabe über die Außenspiegel im Kfz-Schein nicht erkennbar und damit nicht entscheidend ist, muss der Fahrzeugführer andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, die Maße in Erfahrung zu bringen wie z. B. über den Fahrzeughersteller, die Betriebsanleitung bzw. das Prospekt oder über den ADAC unter www.adac.de/autobreite.

Die nordrhein-westfälischen Kfz-Meisterbetriebe hingegen geben den Autofahrern noch zwei praktische Tipps an die Hand:

1. Ein Besuch im Kfz-Meisterbetrieb kann bei der Ermittlung der tatsächlichen Fahrzeugbreite Aufschluss geben. Die Kfz-Werkstatt steht ihren Kunden dabei gerne hilfreich zur Seite.

2. Stehen im Fahrzeugschein und in der Betriebsanleitung die gleichen Maße, sind dies Angaben ohne Außenspiegel. Für die exakte Ermittlung der Fahrzeugbreite einschließlich der Außenspiegel bleibt dem Autofahrer daher nichts anderes übrig, als dass Fahrzeug mit einem handelsüblichen 2-Meter-Zollstock selbst nachzumessen.

Komplette Fahrzeugbreite: notfalls selbst nachmessen
Foto: ProMotor


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