Fahrtipps: So rollt's im Herbst und Winter

Hier lauern Gefahren

Glätte auf nassem Laub ist genauso gefährlich wie Glätte auf Eis. Brisant sind insbesondere Wetterumschwünge. Oft zieht nach einem warmen, sonnigen Tag schlagartig die Kälte ein. Besonders in den Morgen- und Abendstunden mit Nebel kann es in Kurven, auf Landstraßen und in dunklen Waldschluchten rutschig werden. Ein ähnlich gefährliches Spiel erleben Autofahrer mit dem Wintereinbruch. Bei Temperaturen um Null Grad Celsius schichtet sich durch ständiges Tauen und Frieren Eisschicht auf Eisschicht.

Besonders auf Brücken bildet sich gefährliche Reifglätte. Vorsicht ist auch an Kreuzungen und Einmündungen geboten. Hier fährt der Verkehr den Schnee spiegelglatt. Wer sicher gehen möchte, sollte kurz nach dem Start die Fahrbahn auf freier Strecke mit einem Bremstest checken. Rattert das Pedal, signalisiert das ABS eine vereiste Straße.

Notfälle beherrschen

Die generelle Regel lautet: defensiv und vorausschauend fahren, Abstand halten, gefühlvoll lenken, bremsen und Gas geben, ruckartige Bewegungen vermeiden. Wer dennoch in die Bredouille gerät, bleibt so sicher in der Spur:

Kurve kriegen. Schon vor der Biegung das Tempo zügeln, gefühlvoll lenken, den Blick bereits bei Einfahrt in die Kurve auf den Ausgang richten. Droht das Fahrzeug instabil zu werden, sofort die Kupplung treten und bremsen. Die Antriebsräder können jetzt eine bessere Seitenführung aufbauen.

Das A und O sind gute Reifen (neue Sommerreifen: 8 Millimeter, Winterreifen: 9 Millimeter). Vereinzelt finden sich auch Reifen, die ab Werk mit lediglich 7 Millimetern unterwegs sind. Die minimale Profiltiefe sollte vier Millimeter nicht unterschreiten. Winterreifen greifen übrigens nicht erst auf Schnee und Eis, sondern spielen ihre Vorteile mit ihrer weichen Gummimischung und dem speziellen Profil schon bei unter 10 Grad Celsius auf trockener und nasser Fahrbahn aus.

Mut zur Vollbremsung haben. Das ist das Angstthema schlechthin. Viele Autofahrer sind zu zögerlich und treten bei Gefahr nicht kräftig genug aufs Bremspedal. Will man dem Vordermann nicht aufs Heck krachen oder beim Ausweichen eines Rehs an einem Baum landen, hilft nur: voll bremsen und sanft lenken. Den Rest erledigen ABS und ESP. Auf Eisesglätte helfen aber auch diese nichts. Das ist reine Physik. Vorausschauend fahren lautet deshalb die Devise.

Schleudern abfangen. Die Ansage hier: richtig in die Bremse reinstemmen und gleichzeitig gegenlenken. Das alles schnell und gezielt. Die Vorderräder müssen dabei in die gewünschte Fahrtrichtung zeigen. Was viele nicht wissen: ein schleuderndes Fahrzeug ist auf griffigem Boden aufgrund des höheren Tempos und der erforderlichen schnellstmöglichen Reaktion am schwersten abzufangen.

Berg rauf- und runterfahren. Im zweiten Gang geht es mit wenig Gas und schnellem Hochschalten rauf. ASR auf losem Schnee wenn möglich abschalten. Besitzer von Automatikautos nutzen das „Winterprogramm“. Rührt und rückt sich das Fahrzeug partout nicht, sollte die Antriebsachse belastet werden. Insassen steigen entweder aus oder um. Bei der langsamen Runterfahrt hilft die Motorbremse.

Blenden durch andere Fahrzeuge. Nichts blendet mehr als der Gegenverkehr oder die tief stehende Sonne. Hier sollte nie ins Licht des Gegenverkehrs oder in die Sonne geschaut werden. Orientierung gibt der rechte Fahrbahnrand.

Schmutzige, verschmierte und zerkratzte Scheiben verschlechtern den Durchblick zusätzlich. Der Dreck außen und der Schmierfilm innen verschwinden mit Wasser und Scheibenreiniger. Anschließend trocknen, bis es quietscht.

Die Wischergummis nicht vergessen. Frontscheiben sind nach fünf Jahren oft sandgestrahlt. Die Investition in eine neue lohnt sich daher.

Aus dem Schnee schaukeln. „Schaukeln“ ist der Tipp, wenn man aus Tiefschnee fahren muss. Das kurzzeitige Vor- und Zurückstoßen ohne ASR und Durchdrehen der Räder sorgt für den nötigen Schwung. Notfalls kann eine Fußmatte unter die Antriebsräder gelegt werden.


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