Regelmäßige Dachwartung ist "Pflichtprogramm"

Warten Sie schon lange?

Nur wer sein Auto regelmäßig zur Wartung in die Fachwerkstatt bringt, kann auf die Mobilität – und vielfach eine Mobilitätsgarantie – vertrauen. Relativ sorglos aber gehen viele Hausbesitzer und Hausverwaltungen mit dem Dach um. Einmal eingedeckt soll das Dach über Jahrezehnte seine Schutzfunktion erfüllen.

Die regelmäßige Überprüfung des Dachzustandes hat der Bundesgerichtshof bereits 1993 in einem Urteil für alle Hausbesitzer und Hausverwaltungen verbindlich vorgeschrieben
(Az.: ZR 176/92). Daher waren auch Klagen von Hausbesitzern erfolglos, die z. B. nach einem Unwetter den vollen Ersatz ihres beschädigten – und nie gewarteten –Daches von der Gebäudeversicherung beanspruchten. Zunehmend fordern Versicherer von ihren Versicherungsnehmern vor der Schadensregulierung den Nachweis der regelmäßigen Dachwartung durch Fachbetriebe.

Diese Forderung wird von Dach-Fachleuten begrüßt. Schließlich können bereits kleine Schäden an einer Dacheindeckung oder weiteren Komponenten des Daches bei einem Unwetter zum Auslöser von kapitalen Dachschäden werden. Bereits wenige Elemente der Eindeckung, die sich z. B. im Winter durch abrutschenden Schnee verschoben haben, können zum „Angriffspunkt“ für den Windsog bei einem heftigen Frühlingssturm werden. Neben der unterlassenen Dachwartung ist hier oft die Ursache in einer fehlenden oder mangelhaften Windsogsicherung zu suchen. Oder eine schadhafte Vermörtelung der obersten Ziegelabdeckung – der so genannten Firstziegel – lässt Regeneintrieb zu.
Hier kann es schon bald zur Fäulnisbildung an tragenden Teilen der Unterkonstruktion und der Wärmedämmschicht kommen.

Solche Mängel können im Rahmen einer regelmäßigen Wartung des Daches rechtzeitig entdeckt und nach Absprache mit dem Hausbesitzer beseitigt werden. Beste Zeitpunkte für die Dachwartung, für die es übrigens bei Dachdecker-Innungsbetrieben entsprechende Wartungsverträge gibt, sind der Frühling und der Herbst. Der Leistungsumfang der Dachwartung wird dabei vom Hausbesitzer individuell mit dem Fachbetrieb der Dachdecker-Innung festgelegt und maßgeschneidert.

In der Regel ist eine solche regelmäßige Überprüfung des Daches weitaus kostengünstiger als die jährliche Fahrzeugwartung. Dafür trägt sie zum Werterhalt oder der Wertsteigerung der Immobilie maßgeblich bei – bei einem Auto wird allenfalls der Wertverlust etwas abgebremst. Und vielleicht der wichtigste Aspekt: Der Hausbesitzer ist mit dem Nachweis der – eigentlich ohnehin durch das BGH-Urteil vorgeschriebenen – Dachwartung sicher vor Regressansprüchen Dritter. Vor allem aber kann er darauf vertrauen, im Schadensfall nicht einen erheblichen Teil der Wiederherstellungskosten des Daches selbst tragen zu müssen. Denn mit einem Wartungsvertrag ist der Nachweis der regelmäßigen Überprüfung des Dachzustandes leicht.

Auch bei der Umdeckung eines bestehenden Daches müssen die Vorschriften zur Windsogsicherung gemäß den Fachregeln des Dachdeckerhandwerks verbindlich eingehalten werden.

Bildquelle: www.amh-online.de


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