Branchenreport 

Innung für Informationstechnik Bergisches Land 
„Morgen ist heute schon gestern!“: Willkommen in der faszinierenden Welt der Medientechnik und Unterhaltungselektronik“

4K-Fernsehen - Die neue Generation von Fernsehern will Zuschauer mit vierfacher Full-HD-Auflösung in ihren Bann ziehen. Schon macht diese neueste Kreation innovativer Technologie 3D Konkurrenz und erobert jetzt den Markt. Auch auf der Messe „Photokina“, die in Köln stattgefunden hat, brillierten diese Bildschirme mit ihrer fantastischen Darstellung von Fotos und Videofilmen. Man steht davor und denkt „das will ich haben!“. Es ist unglaublich, aber morgen ist heute schon gestern! Wie selbstverständlich kommunizieren Geräte auch drahtlos miteinander. Die Technik zieht Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen in ihren Bann. Und klar – das möglichst neueste und möglichst alle Kombinationen möchte man haben! Aber wie bekommt man die vielen Geräte dazu, miteinander zu kommunizieren? Die „Spielereien“ für zu Hause sind so herrlich vielseitig – aber leider nur dann Realität, wenn die Kunden die Installation auch beherrschen.

Auf dieser bunten Spielwiese sind Informationselektroniker/-innen Schwerpunkt Geräte und Systemtechnik zu Hause. Sie kennen alle Raffinessen wie zum Beispiel die neuen Dolby-Surround-Systeme, die passend zum Anlagensystem einen „fetten“ Sound liefern. Kein Problem für diese Fachkräfte auch, SAT-Anlagen so zu konfigurieren, dass Programme von mehreren Satelliten gleichzeitig empfangen werden können. Neben dem Aufstellen, der Montage und Installation von Geräten zum Übertragen und Speichern von Video-, Audio- und sonstigen Daten, gehört natürlich auch das Analysieren und Beseitigen von Fehlern. „Überwiegend sind es Privatkunden, bei denen am Ende das technische Know-how dieser Fachleute gefragt ist“, weiß Michael Gerner, Obermeister der Innung für Informationstechnik Bergisches Land. „Das heutige Multimedia-Netzwerk umspannt jegliche Fernseher-Variantionen, Blu-ray- und MP3-Player, digitale Fotografie, den PC und den digitalen SAT-Empfang. Denn immer mehr Menschen haben Interesse und Spaß daran, die Vorteile der modernen Technik voll auszuschöpfen. Das Problem ist nur, dass man sich damit auskennen muss - was beim überwiegenden Teil der Käufer jedoch nur bedingt der Fall ist“, so Obermeister Gerner.

Bei über 70 Prozent der gekauften Geräte wird nur ein Bruchteil der vorhandenen technischen Möglichkeiten ausgelotet. Klar, ohne Ausbildung (die bei Informationstechnikern 3 ½ Jahre dauert) kann wohl kaum jemand das benötigte Wissen besitzen. Der Autodidakt kämpft daher mit logischem Denken, Fingergeschick, Sorgfalt und Geduld. Jugendliche, die ihre Ausbildung noch vor sich haben und die Branche für sich entdecken, sollten sich über diesen Berufszweig ernste Gedanken machen. Die Aufstiegsmöglichkeiten reichen hier vom Meister im Informationstechniker-Handwerk bis zum Diplom-Ingenieur.

Doch nicht nur privat – auch im Büro soll alles laufen. Hier müssen Computer, Drucker, Kopierer, Scanner, Telefax, Tischrechner, Internet, E-Mail, Telefon und Anrufbeantworter ohne Abstürze funktionieren. Dafür gibt es den Informationselektroniker mit Schwerpunkt Bürosystemtechnik. Er oder sie ist bei Groß- bis Handwerksbetrieben, Produktionsstätten, Rechtsanwälten und Steuerberatern gefragt, denn hier werden Systemadministratoren benötigt, die Konfigurationen von Software und Installationen der Hardware inklusive Projektplanung und Installation von Netzwerken beherrschen.

Fluch und Segen zugleich sind die permanenten Weiterentwicklungen und Neuerungen auf dem Markt, der sich immer schneller vollzieht. Wer heute in ein klassisches Radio- und Fernsehgeschäft geht, findet dort nicht nur Rundfunkempfänger und TV-Geräte, sondern auch PCs und Notebooks, Handys und Telefone sowie alles, was er für den Einstieg ins Internet benötigt. Innerhalb der letzten 30 Jahre hat sich wirklich extrem viel geändert. Und die neuen Techniken brachten zahlreiche neue Betätigungsfelder mit sich. 1998 wurden die Handwerksberufe Radio- und Fernsehtechniker sowie Büroinformationselektroniker zusammengeschlossen. Hieraus entstand der Informationselektroniker. Zur selben Zeit gründete sich auch die Innung für Informationstechnik, die sich im Übrigen seither als erste Innung innerhalb der Kreishandwerkerschaft über den gesamten Bereich des Rheinisch-Bergischen-Kreises, des Oberbergischen Kreises und der Stadt Leverkusen erstreckt. 110 Mitarbeiter gibt es hier heute. Vier Fünftel der Firmen sind Fachbetriebe für Unterhaltungselektronik. Hinzu kommen Spezialisten etwa für Kabelverlegung, Netzwerktechnik, Internetanwendungen oder Büroelektronik.

Gut geht es in der Branche vor allem Betrieben, die sich entweder auf Netzwerktechnologie spezialisiert oder ihr Tätigkeitsfeld um die Telekommunikation und Computertechnik erweitert haben. Kunden möchten gerne alles aus einer Hand: „Wenn jemand ein Problem mit seinem Fernseher, Internet und Telefon hat, will er nicht drei verschiedene Techniker, sondern einen Fachmann zu Hause haben, der sich auf allen drei Gebieten gut auskennt und hilft. Kompetenz plus Service - das sind die heute erwarteten Schlüsselbegriffe. Exklusivere Produkt-Marken, die überwiegend im klassischen Fachhandel verkauft werden: das erhält der Kunde schon für etwas mehr Geld und dazu Hochwertiges mit einem langfristigen Service. Der Preisvorteil günstiger Geräte aus Fernost verpufft beim ersten Serviceproblem leider allzu oft und wirkt wie eine bittere Pille als herbe Enttäuschung nach. Dass Geiz nur so lange „geil“ ist, wie keine Problemchen nach dem Kauf auftauchen, haben schon über 60 Prozent der Käufer bemerkt. Denn wenn nach Kauf und Inbetriebnahme irgendwo ein Schwachpunkt ist, und man weiß nicht woran es liegt, geht das Theater los.

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten und die damit verbundene Erwartungshaltung. Beim Discounter ist jedem klar, dass kein besonderer Service zu erwarten ist. Trotzdem wünscht man sich beim Fachhändler den gleichen Preis inklusive Service. Und tatsächlich: Da es sich in aller Regel um empfohlene Verkaufspreise handelt, ist der Kauf beim Fachmann durchaus vergleichbar. „Man muss sich bezüglich des Kosten-Nutzen-Faktors einfach einmal Gedanken machen“, so Gerner. Die Servicearbeiten der Fachleute für Unterhaltungselektronik nehmen vor allem Kunden ab etwa 45 Jahre gerne an. Sie genießen die zeit- und nervensparende Variante, lassen die Fachkraft ihre Vorstellungen realisieren, erfreuen sich einer überdurchschnittlichen Nutzung ihrer angeschafften Geräte und lassen sich obendrein die Benutzung erklären und den ein oder anderen Tipp verraten, um im Handling einfach versierter zu sein.

„Viele Kunden und noch mehr Kundinnen kennen die Vorzüge des Handwerks nur zu gut“, verrät Gerner. „Manche drücken uns den Haustürschlüssel in die Hand, bevor sie in Urlaub fahren, damit wir in der Zwischenzeit ein Problem lösen oder Installationen durchführen. „Das setzt ein riesiges Vertrauen voraus, auf das wir, so finde ich, stolz sein können,“ so der Obermeister.


33 Mitglieder gehören dem Gebiet der Innung für Informationstechnik Bergisches Land derzeit an. Sie beschäftigen 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 25 Millionen Euro. Jedes Jahr schließen 2-3 Informationselektronikers im Bergischen Land ihre Ausbildung erfolgreich ab und sind damit in der gesamten IT-Welt gefragte Fachkräfte. Gefragte Stellenangebote sind z.B. Kalkulator, Arbeitsorganisator, Einkäufer, Projektplaner oder Spezialmonteur in betrieblicher Leitungsfunktion.


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