Ausbildungsberufe im Metall-Handwerk

Metall-Handwerk
Foto: teamhandwerk.de

Metallbauer/-in

Metallbauer
Foto: teamhandwerk.de

Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer/zur Metallbauerin (PDF)

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • gerne mit Metall und Stahl umgehen
  • gute Noten in Mathe, Physik und Chemie haben
  • technisches Verständnis haben
  • räumliches Vorstellungsvermögen haben
  • kontaktfreudig sein

Ausbildungsinhalte

  • betriebliche, Technische und kundenorientierte Kommunikation
  • Planen und Steuern von Arbeitsabläufen
  • Qualitätsmanagement3
  • Prüfen und Messen
  • Fügen
  • manuelles Spanen und Umformen
  • maschinelles Bearbeiten
  • Instandhalten und Warten von Betriebsmitteln
  • Schweißen, thermisches Trennen
  • manuelles und maschinelles Umformen von Blechen und Profilen
  • Elektrotechnik
  • Behandeln und Schützen von Oberflächen
  • Transportieren von Bauteilen und Baugruppen
  • Demontieren und Montieren von Bauteilen und Baugruppen

Perspektiven

Damit auch in Zukunft die Anforderungen des Bau- und Ausbaugewerbes, des Fahrzeugbaus, der Landtechnik sowie der Anlagen- und Fördertechnik erfüllt werden können, sind qualifizierte Fachkräfte erforderlich. Bedarf an gut ausgebildeten Metallbauern wird also weiterhin bestehen. Aufgrund seiner breiten Ausbildung bieten sich dem Metallbauer außerdem vielfältige Beschäftigungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Die Ausbildung in dem Ausbildungsberuf Metallbauer/-in erfolgt in einer der Fachrichtungen:

  • Konstruktionstechnik
  • Metallgestaltung
  • Nutzfahrzeugbau

Von der Vielseitigkeit dieses Berufes haben die wenigsten eine Vorstellung. Obwohl die Erzeugnisse für viele Wirtschaftsbereiche von großer Bedeutung sind. Der Baubereich bedient sich stabiler Stahlkonstruktionen oder maßgeschneiderter Wintergärten, Türen, Tore, Fenster und Fassaden aus Stahl, Edelstahl oder Aluminium. Elemente der modernen Architektur.

Der besondere Rahmen

Sonderanfertigungen von Aufbauten und Rahmen für Spezialfahrzeuge sind Teil der interessanten Aufgaben im Fahrzeugbau. Massenbewegung: Wo schwere Brocken transportiert oder bewegt werden, kommen Produkten der Anlagen- und Fördertechnik gewichtige Bedeutung zu, beispielsweise den Kränen, die tonnenschwere Lasten heben oder den Lastenaufzügen in jedem Format.

Kunstvoll

Künstlerischen und gestalterischen Anspruch erheben die kreativ geschmiedeten Teile aus Eisen, Bronze und Kupfer, die als dekorative Elemente eingesetzt werden. Umweltbewusst: Für Land- und Forstwirtschaft werden umweltfreundlich funktionierende Geräte hergestellt, die auch in diesem Wirtschaftsbereich fortschrittliches Arbeiten ermöglichen.

Feinwerkmechaniker/-in

Feinwerkmechaniker
Foto: teamhandwerk.de

Verordnung über die Berufsausbildung zum Feinwerkmechaniker/zur Feinwerkmechanikerin (PDF)

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • an Technik interessiert sein
  • gute Noten in Mathe, Physik und Chemie haben
  • sich gut konzentrieren können
  • viel Feingefühl und eine ruhige Hand
  • nicht die Geduld verlieren, wenn mal was nicht gleich klappt

Ausbildungsinhalte

  • Einzelteile und Baugruppen zusammenfügen
  • Werkstücke maschinell bearbeiten
  • Prüfen und Messen
  • Systeme, Geräte und Maschinen montieren
    und demontieren
  • hydraulische, pneumatische und elektropneumatische
    Steuerungen
  • Automatisch gesteuerte Anlagen und Maschinen
    programmieren
  • Qualitätsmanagement

Perspektiven

Aus der Tatsache, dass der Beruf des/der Feinwerkmechanikers/-in eine hohe Verwandtschaft zu den Handwerksberufen Maschinenbaumechaniker/-in und Werkzeugmacher/-in hat, ergeben sich für den/die gut ausgebildete/n Feinwerkmechaniker/-in breite Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Ausbildung bildet daher eine hervorragende Grundlage für die berufliche Mobilität und bietet dem/der Feinwerkmechaniker/-in überdurchschnittliche, branchenübergreifende Arbeitsmarktchancen.

Die Ausbildung in dem Ausbildungsberuf Feinwerkmechaniker/in erfolgt in einer der Fachrichtungen:

  • Feinmechanik
  • Maschinenbau
  • Werkzeugbau

Ausschlaggebende Präzision

In vielen Berufen und Branchen hängt der Erfolg von der Anzeige empfindlicher Messgeräte ab. Zum Beispiel in Wissenschaft und Forschung, wo viele Substanzen in Nanogramm und Mikrometer gewogen und gemessen werden. Wenn es auf präzise Ergebnisse ankommt, werden vom Feinwerkmechaniker gefertigte Mess-, Prüf-, Steuer- und Regelgeräte eingesetzt.

Verarbeitung und Technik sind vom Feinsten

Um die Feinheiten beim Zusammenbau kleinster Teile zu beherrschen, bedarf es ruhiger, geschickter Hände. Und Fähigkeiten, elektronisch gesteuerte Werkzeugmaschinen durch richtiges Programmieren in den Griff zu kriegen.

Funktionen programmieren

Nicht weniger interessant ist die Fachrichtung "Nähmaschineninstandhaltung". In Maschinen dieser Art ist jede Menge Technik für Näh- und Strickfunktionen verpackt. Ein Teil der Aufgaben beinhaltet das Programmieren dieser Funktionen. Es müssen darüber hinaus moderne Mess- und Prüfgeräte angewendet werden können, um Fehlern auf die Schliche zu kommen. Wer in Mathematik und Physik nicht auf dem Schlauch steht, einen Hang zur Präzision hat, der ist mit dieser individuellen Tätigkeit "fein raus".

Kaufmännische Berufe im Metall-Handwerk

Foto: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land

Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement


Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • Deutsche Rechtschreibung beherrschen
  • Freundlich und aufgeschlossen sein
  • Genau und sorgfältig arbeiten
  • Flexibel sein
  • Gerne im Team arbeiten

Perspektiven

Bürokaufleute sorgen für den nötigen Durchblick im Betrieb und wissen genau Bescheid über Einnahmen und Ausgaben, über Produktionskosten und Lagerbestände, Löhne und Gehälter. Ihre Kalkulationen sorgen dafür, dass der Betrieb wirtschaftlich Kurs hält. Sie haben alle Aufträge im Auge und überwachen die Einhaltung der Termine.

Kurzbeschreibung der Tätigkeit:

  • Informations- und Textverarbeitung
  • Auftrags- und Rechnungsbearbeitung
  • Lohn- und Gehaltsrechnung
  • Buchführung und Kostenrechnung
  • Termin- und Lagerüberwachung

Ausbildungsvergütungen, Ausbildungsdauer und Verdienstmöglichkeiten

Metallbauer/-in / & Feinwerkmechaniker/-in

Die Ausbildungsvergütungen betragen bei Anwendung des Tarifvertrages

der CGM - ab 01.10.2016:   
1. Lehrjahr:      640 €               
2. Lehrjahr:      680 €               
3. Lehrjahr:      750 €               
4. Lehrjahr:      810 € 

der CGM - ab 01.10.2017:
1. Lehrjahr: 660 €
2. Lehrjahr: 700 €
3. Lehrjahr: 770 €
4. Lehrjahr: 830 €             

der IG Metall - ab 01.01.2016:
1. Lehrjahr: 660 €
2. Lehrjahr: 711 €
3. Lehrjahr: 770 €
4. Lehrjahr: 830 €

der IG Metall - ab 01.10.2017:
1. Lehrjahr: 675 €
2. Lehrjahr: 726 €
3. Lehrjahr: 785 €
4. Lehrjahr: 845 €

Ausbildungsdauer: 42 Monate

Jeder Auszubildende erhält bei Anwendung des Tarifvertrages 30 Arbeitstage Urlaub und ein zusätzliches Urlaubsgeld von 50%.

Neben der Ausbildungsvergütung besteht ein tariflicher Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen und Weihnachtsgeld.

Lohn nach der Ausbildung bei Anwendung des Tarifvertrages

der CGM (39h/Wo.) ab 01.10.2017:
im 1. Gesellenjahr: 2.185 €

der IG Metall (37h/Wo.) ab 01.01.2017:
im 1. Gesellenjahr: 2.147 €


Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement

Die Ausbildungsvergütungen betragen bei Anwendung des Tarifvertrages der CGM:

ab 01.10.2016:
1. Lehrjahr: 640 €
2. Lehrjahr: 680 €
3. Lehrjahr: 750 €
4. Lehrjahr: 810 €

ab 01.10.2017:
1. Lehrjahr: 660 €
2. Lehrjahr: 700 €
3. Lehrjahr: 770 €
4. Lehrjahr: 830 €

Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Fachbezogene Weiterbildung, z. B. für Metallbauer:

  • Mitarbeiterführung
  • Schweißen
  • Schweißgerechtes Kontruieren
  • Werkstoffe im Behälter- und Apparatebau
  • Schneiden
  • Thermisches Spritzen
  • Löten
  • Kunst- und Bauschmiede
  • Materialkunde Stahl
  • Druckbehälterbau
  • Korrosionsschutz
  • Historische Metallbauertechniken
  • Maschinenbau
  • CNC - Technik
  • CAD - Technik
  • Geprüfte/r Restaurator/in im Metallbauerhandwerk
  • Europäische/r Schweißfachfrau/mann
  • Konstrukteur/in im Formenbau
  • Fachkraft Automatisierungstechnik - Fachrichtung Metall
  • Metallbautechniker/in
  • Metallbauer/in Restaurierungsarbeiten
  • Geprüfte/r Werkleiter/in - Fachrichtung Metall
  • Metallbaumeister/in

Weitere Infos und Links

metallausbildung - die Zukunft des Metallhandwerks
Nachwuchsportal des Bundesverbands Metall

Bundesverband Metall
Allgemeine Informationen zum Thema Bildung & Karriere

BERUFSiNFO.org – Lehrstellenbörse
Lehrstellenbörse der Handwerkskammer zu Köln

Lehrstellenradar
Bundesweite Suche nach Ausbildungs- und Praktikumsplätzen – online oder per App

Viele weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter der Rubrik Aus- und Weiterbildung. Dort steht Ihnen auch eine Vorlage des Ausbildungsvertrags als ausfüllbare PDF zur Verfügung.

 
Und zum Schluss:

Alle Ausbildungsinformationen für Metallbauer/-in und Feinwerkmechaniker/-in auf einen Blick (PDF)


Hinweis:

Die Berufe Zweiradmechatroniker/-in und Fahrradmonteur/-in gehören seit 2016 zur Kraftfahrzeuginnung. Informationen zu diesen Berufen finden Sie auf der entsprechenden Innungsseite.


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Kontakt

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Ihr direkter Weg zu uns:

Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
Altenberger-Dom-Straße 200
51467 Bergisch Gladbach

Telefon: 0 22 02 / 93 59 - 0
Telefax: 0 22 02 / 93 59 - 30

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