Ausbildungsberufe im Bauhandwerk

Allgemeine Informationen

Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (PDF)

Im Bereich Bau kann man aus einer Vielzahl von anerkannten Berufen wählen. Es sind qualifizierte Berufe, die durch die Ausbildung zu einem sicheren Arbeitsplatz und gutem Verdienst führen - jetzt und auch in der Zukunft. Denn gebaut wird immer und überall.

Stufenausbildung

Entsprechend der Bau-Ausbildungsverordnung kann die Ausbildung im Bereich des Handwerks und der Industrie in Stufen erfolgen. Auf die erste Stufe dieser Ausbildung mit einer Dauer von 24 Monaten und den Abschlüssen Hochbau-, Ausbau- oder Tiefbaufacharbeiter kann eine zweite Stufe mit einer Dauer von 12 Monaten folgen, die mit den Abschlüssen in den aufbauenden Ausbildungsberufen (insgesamt 16 Berufe), z. B. Maurer, Zimmerer oder Straßenbauer endet. Die dreijährige Ausbildung mit der abschließenden Gesellenprüfung hat im Handwerk nach wie vor oberste Priorität.

Bauberufe

Die unterschiedlichen Bauberufe bieten jedem entsprechend seinen individuellen Neigungen, Fähigkeiten und Wünschen die Möglichkeit, die richtige Wahl für sich zu treffen. Mit der bestandenen Prüfung bieten sich für den Bauhandwerker zahlreiche Aufstiegschancen. Er hat die Möglichkeit, Vorarbeiter, Werkpolier oder geprüfter Polier zu werden. Er kann im Handwerk die Meisterprüfung in seinem Beruf ablegen. Diese befähigt ihn, einen eigenen Betrieb zu gründen und dann selbst Lehrlinge auszubilden. Auch für die Studiengänge zum Diplomingenieur der Fachrichtung Bautechnik oder Architektur ist die Ausbildung in einem Bauberuf ein hervorragendes fachliches Fundament. Eine Ausbildung lohnt sich - in jedem Fall!

Ausbildungsabschnitte

Das erste Ausbildungsjahr dient einer breit angelegten beruflichen Grundbildung. Die Lehrlinge erlernen die Grundfertigkeiten im Berufsfeld "Bautechnik". Gegliedert ist dieser Ausbildungsabschnitt in 17 bis 20 Wochen überbetriebliche Ausbildung, 12 Wochen Berufsschulunterricht und mindestens 20 Wochen Praxis im Ausbildungsbetrieb. Im zweiten Lehrjahr konzentriert sich das Ausbildungsprogramm auf den gewählten Ausbildungsberuf. Es umfasst 11 bis 13 Wochen überbetriebliche Ausbildung, 12 Wochen Berufsschulunterricht und mindestens 27 Wochen Praxis im Ausbildungsbetrieb. Die zweite Stufe - also das dritte Lehrjahr - gilt der Spezialisierung im gewählten Ausbildungsberuf. Diese Zeit umfasst 4 Wochen überbetriebliche Ausbildung, 12 Wochen Berufsschulunterricht durchschnittlich 36 Wochen Praxis im Ausbildungsbetrieb. Abschluss der Ausbildung ist im Handwerk die Gesellenprüfung, im Bereich der Industrie die Facharbeiterprüfung.

Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule. Die betriebliche Ausbildung wird durch eine Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt. Der Ablauf der Ausbildung auf der Baustelle richtet sich in erster Linie nach dem vorliegenden Auftragsbestand und nicht nach dem sachlogischen Aufbau des jeweiligen Ausbildungsrahmenplans. Die überbetriebliche Ausbildung dient vorrangig der systematischen Aneignung von Grundfertigkeiten und unterstützt die Ausbildung im Betrieb.

Der Berufsschulunterricht ist an Arbeitsprozessen ausgerichtet, die die berufliche Wirklichkeit auf der Baustelle widerspiegeln. Dazu wurde der Rahmenlehrplan für den fachbezogenen Berufsschulunterricht in Lernfelder unterteilt. Beispiel für ein Lernfeld: Einrichten einer Baustelle Herstellen einer Holzkonstruktion u. a. Dazu kommen die allgemeinbildenden Fächer wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Religion/Sport. Die Verantwortung für den Berufsschulunterricht liegt beim jeweiligen Bundesland.

Beton- und Stahlbetonbauer/in

Beton- und Stahlbetonbauerin
Foto: teamhandwerk.de

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • Gesundheitlich fit und möglichst schwindelfrei sein
  • "Mit Köpfchen" arbeiten
  • Technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • Gerne im Team arbeiten

Ausbildungsinhalte

  • Herstellen von einfachem Wandputz und Zement
  • Einbauen von Fertigteilen
  • Herstellen von Baukörpern aus künstlichen Steinen und Platten
  • Herstellen von Hausschornsteinen
  • Herstellen von Sperrungen und Dämmungen
  • Grundfertigkeiten der Kunststoffbearbeitung und -verarbeitung
  • Ansetzen von Fliesen und Platten
  • Grundfertigkeiten des Tiefbaus, insbesondere des erdverlegten Rohrleitungs-, Kanal-, Brunnen- und Straßenbaus
  • Aufstellen einfacher Arbeits- und Schutzgerüste
  • Herstellen einfacher Schalungen und Holzverbindungen
  • Herstellen von Bewehrungen und Betonbauteilen

Perspektiven 

Der/die Beton- und Stahlbetonbauer/-in bleibt auch in Zeiten wirtschaftlicher Rezession ein/e gesuchte/r Spezialist/-in, denn die Bauaufgaben werden immer anspruchsvoller, technisch komplizierter und von dem flexiblen und modernen Baustoff Beton bestimmt.

Stark in Form - Gestalterische Möglichkeiten

In puncto Beliebtheit und Einsatzhäufigkeit sammelt Beton Pluspunkte. Sicher, dieser moderne Baustoff wirkt manchmal kühl und hart. Doch es gibt genügend Beispiele von attraktiven Einkaufs- und Kulturzentren, denen auf den ersten Blick gar nicht mehr anzusehen ist, dass sie aus Beton bestehen. Es kommt eben wirklich darauf an, wo man Beton "hingestellt" und in welche Form er gebracht wird. Und das ist Aufgabe der Betonbauer; sie geben dem Beton mit modernen Arbeitsgeräten und -methoden die Form, die in ein menschliches Stadtbild passt.

Prima in Schale

Die Aufgaben sind so vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten dieses Baustoffs. Meistens werden Großobjekte oder Industriebauten mit ihm erstellt. Und da kommt am Arbeitsplatz keine Langeweile auf. Denn das Tätigkeitsfeld erstreckt sich von der Herstellung der Schalung bis zur Nachbehandlung des Betons. Dabei kann es dann schon mal hoch hinaus gehen - auch beruflich.

Estrichleger/in

Estrichleger
Foto: Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • Gesundheitlich fit sein
  • "Mit Köpfchen" arbeiten
  • Technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • Gerne im Team arbeiten
  • Spaß an der Arbeit auf wechselnden Baustellen haben

Ausbildungsinhalte

  • Bewehrungsvorschriften für Betondeckung
  • Biegen und Flechten von Betonstählen
  • Herstellung von Straßendecken, Sickerungen, Abflussrinnen sowie Rohrleitungen
  • Verlegen von Rohren
  • Einbau von Filter-, Aufsatz- und Absperrohren
  • Abdichtung von Brunnen gegen das Eindringen von ungeeignetem Wasser

Perspektiven 

Der/die Estrichleger/-in ist ein gefragter Fachmann, denn durch die moderne Hochbauweise und die damit verbundene zunehmende Verwendung von Beton können die geforderten Werte hinsichtlich des Schall- und Wärmeschutzes bei Betondecken nur in Verbindung mit dem Einbau eines "schwimmenden Estrichs" erreicht werden. Durch die gestiegenen Qualitätsansprüche und die Anforderungen an den Schall- und Wärmeschutz kommt der Herstellung des Fußbodens immer mehr Bedeutung zu, zumal verstärkt beheizte Fußbodenkonstruktionen nachgefragt werden. Das alles eröffnet dem/der Estrichleger/-in auch in Zukunft ein weites Betätigungsfeld.

Wohnkomfort auf solider Grundlage

Fast jeder kennt die Situation: Wird in der eigenen Wohnung mal feste ein Fest gefeiert, können Nachbarn zu wahren Weltmeistern im Klopfen werden. Dort, wo keine Beschwerden kommen, darf sich der Estrichleger auf die Schultern klopfen. Vielleicht ist das etwas übertrieben, aber seine Arbeit dient u. a. dem Schall- und Wärmeschutz. Bei Neubauten sowie bei Altbaurenovierung und -sanierung.

Spezielle Mixturen

Die Zusammensetzung der Estriche richtet sich nach den Anforderungen und Einsatzort. Im Wohnungsbau werden in erster Linie Ansprüche an Dämmeigenschaften gestellt. In Werkhallen steht hohe Festigkeit im Vordergrund. Es werden Verbundestriche, schwimmende Estriche oder Estriche auf Trennschichten aufgetragen - je nach geforderter Eigenschaft. Man muss beizumengende Werkstoffe und Mischungsverhältnisse genau kennen, um optimale Ergebnisse zu erzielen, ob im Wohnungsbau oder im gewerblichen Bau.

Abwechslung

Der Arbeitsplatz des Estrichlegers ist dort, wo ein Fußboden besondere Anforderungen zu erfüllen hat. Und das ist so gut wie überall der Fall. Dementsprechend oft ist der Estrichleger auf Achse.

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
Foto: teamhandwerk.de

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • Gesundheitlich fit sein
  • "Mit Köpfchen" arbeiten
  • Technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • Gerne im Team arbeiten
  • Spaß an der Arbeit auf wechselnden Baustellen haben

Ausbildungsinhalte

  • Arbeit mit Werkzeugen und Maschinen
  • Baugruben, Gräben und Schalungen herstellen
  • Materialkunde
  • Grundkenntnisse der Hausentwässerung
  • Putz und Mörtel herstellen
  • Fliesen und Platten ansetzen
  • Trennwände einbauen
  • Mosaikbeläge legen

Perspektiven 

Der Fliesenleger kann standardisierten und typisierten Gebäuden durch individuelle Farbgebung und ausgefallene Muster eine eigene Note verleihen. Daher verzichten selbst Käufer von Fertighäusern nicht auf den Fliesenleger. Außerdem gewinnt die Modernisierung von Altbauten und die Sanierung ganzer Stadtteile zunehmend an Bedeutung, dies eröffnet dem Fliesenleger insgesamt ein weit gefächertes Tätigkeitsfeld.

Attraktive Mosaikarbeiten schmücken oft die Eingänge von Büro- und Wohngebäuden. Phantasievolle Motive verbreiten sympathische und einladende Atmosphäre. Mehr Ideen für Fassade, Wand und Boden Es gehört zu den interessanten Arbeiten des Ausbauspezialisten "Fliesenleger", Wände, Portale, Hallen dekorativ zu gestalten. Ob dabei Fliesen, Platten oder Mosaiksteine bevorzugt werden, richtet sich nach Kundenwunsch, Baustil und Kreativität des Fliesenlegers.

Seine Werkstoffe schaffen sowohl eine freundliche, individuelle Umgebung als auch die Voraussetzung für Sauberkeit und Hygiene. Etwa in Schwimmbädern oder Krankenhäusern; in Betrieben der Nahrungsmittelherstellung oder in Küchen. Eben überall dort, wo schnelle und einfache Reinigung erforderlich ist. Es ist immer reizvoll, an jedem neuen Einsatzort Farben harmonisch zu kombinieren, Ideen für eigenständige Gestaltung umzusetzen. Und wer nicht gerade zwei linke Hände hat, kann sich schon auf diesen Beruf verlegen.

Maurer/in

Maurer
Foto: Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • Gesundheitlich fit sein
  • "Mit Köpfchen" arbeiten
  • Technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • Gerne im Team arbeiten
  • Spaß an der Arbeit mit unterschiedlichen Werkstoffen haben
  • Beweglich und möglichst schwindelfrei sein

Ausbildungsinhalte

  • Lesen und Anfertigung von Zeichnungen, Skizzen und Verlegeplänen
  • Herstellen von Mörtel- und Betonmischungen
  • Herstellen von Bewehrungen, Dämmungen, Wandputz und Estrich
  • Herstellung von Betonbauteilen, Wand und Deckenputz, Hausschornsteinen
  • Weiterverarbeitung von selbsthergestellten Wandputz und Zement-Estrich
  • Beachtung von Bewehrungsvorschriften
  • Einbau von Stahlbewehrungen
  • Bau von Wänden, Ecken und Pfeilern
  • Errichtung von Abzugskanälen aus Mauersteinen und Fertigteilen

Perspektiven 

Mit der Weiterentwicklung der Bautechnik und durch neue Baustoffe hat sich das Berufsbild des Maurers entscheidend verändert. Vorgefertigte Bauteile und Maschinen vereinfachen die Arbeit auf der modernen Baustelle.

Es gibt viel zu erleben

Bauwerke prägen Stadtbilder. Wohn- und Gewerbegebiete erhalten ihren eigenen Charakter. Abenteuerliche Formen werden entworfen und gebaut. Dabei wird zunehmend darauf geachtet, dass jedes Gebäude in Art und Stil in die jeweilige Umgebung passt. Ohne Maurer wäre das alles nicht zu verwirklichen. Und so manche Fassade würde noch ganz schön alt aussehen, gäbe es nicht die Fachleute am Bau, die umbauen, ausbauen, durch Altbausanierung ganzen Stadtteilen zu neuem Glanz verhelfen.

Lust statt Frust

Durch moderne Baumaschinen und zeitgemäße Materialien geht vieles wie am Schnürchen, aber nichts wie am Fließband. Da wird mal mit Kunst- oder Natursteinen gemauert, ein Sichtmauerwerk hochgezogen oder die Maurerhöhe mit einem Laser-Nivilliergerät gemessen. Und meistens wird in einem Team mit duften Kollegen gearbeitet. Von sturer, monotoner Arbeit kann also keine Rede sein. Zumal jede Baustelle neuen Aufgaben stellt und das Wetter ein ums andere Mal ebenfalls für frischen Wind sorgt. In diesem Beruf gibt es genug Chancen, um sich Stein für Stein seinen beruflichen Aufstieg aufzubauen.

Straßenbauer/in

Straßenbauer
Foto: Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • Körperlich belastbar sein
  • "Mit Köpfchen" arbeiten
  • Technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • Gerne im Team arbeiten
  • Gerne im Freien sein

Ausbildungsinhalte

  • Skizzen, Zeichnungen und Pläne lesen und anfertigen
  • Material- und Werkzeugkunde
  • Baugruben und Schalungen herstellen
  • Betonstahl biegen und flechten
  • Straßendecken, Sicherungen und Abflussrinnen herstellen
  • Rohrverbindungen abdichten und Drainagerohre einbauen
  • Pflasterarbeiten ausführen

Perspektiven 

Mit wachsendem Verkehrsaufkommen nimmt auch die Notwendigkeit zu, immer neue Straßen zu bauen, was die Straßenbauer zu gefragten Spezialisten macht.

Neues Denken

Hier eine Schneise schlagen, dort einen Fluss umleiten oder zubaggern und los kann's mit dem Straßenbau gehen - das war vielleicht einmal so. Heute wird anders geplant und mehr Rücksicht auf Mensch und Umwelt genommen. Hohe Anforderungen werden also gestellt. Das heißt aber nicht, dass damit der Straßenbau an Reiz verloren hätte. Im Gegenteil. Der Arbeitsplatz ist noch abwechslungsreicher geworden. Mit wachsendem Umweltbewusstsein steigt auch die Zahl der einzurichtenden Fußgänger- und Beruhigungszonen in den Städten. Es wird nicht einfach zubetoniert, sondern vielmehr mit Pflastersteinen und Platten geschmackvoll gestaltet. Es bietet sich häufig Gelegenheit, in selbständiger Arbeit zu zeigen, was man auf der "Pfanne" hat.

Neue Technik

Selbstverständlich sind auch Durchblick im Umgang mit riesigen, modernen Straßenbaumaschinen und Kenntnis der vielen Materialien sowie der begleitenden baulichen Maßnahmen nötig.

Naturverbundenheit

Der Beruf bietet viel Abwechslung durch ständig wechselnde Arbeitsstandorte, vielseitige Aufgaben und er ist sehr naturverbunden. Wem das gefällt, wird beim Straßenbau bestimmt nicht "auf der Strecke bleiben" - in jeder Hinsicht.

Stuckateur /in

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • Gesundheitlich fit sein
  • "Mit Köpfchen" arbeiten
  • Technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • Möglichst schwindelfrei sein
  • Spaß an Wandornamenten, Gestaltung und Erhaltung historischer Räume und Gebäude haben

Ausbildungsinhalte

  • Werkzeuge, Baugeräte und Maschinen bedienen
  • Mörtel- und Betonmischungen, Wandputz und Estrich herstellen
  • Dämmungen herstellen
  • Fertigteile montieren und einbauen
  • Putz anbringen
  • Stuckarbeiten ausführen und Gipsanstriche aufbringen
Stukkateur
Foto: teamhandwerk.de

Perspektiven 

Der Trend in der Bauwirtschaft geht dahin, dass der Facharbeiteranteil gemessen an den Gesamtbeschäftigten zunimmt. Für einen gut ausgebildeten Stukkateur können die Zukunftsaussichten daher durchaus als günstig bezeichnet werden.

Individuelle Fassaden

Wenn etwas roh ist, muss es zubereitet werden. Das gilt in ähnlicher Weise auch für einen Rohbau. Der wird allerdings "herausgeputzt" - innen wie außen. Hier legt der Stuckateur bau- und kunsthandwerkliches Geschick an den Tag.

Stuck für höchste Ansprüche

Künstlerische Begabung kann bei besonders dekorativ zu gestaltenden Fassaden oder Räumen entfaltet werden. Zum Beispiel beim Herstellen und Restaurieren aufwendiger Stuck-Profile in historischen Bauwerken und bei der Denkmalpflege. Die gekonnte Fassadengestaltung verleiht Häusern eine individuelle Note und setzt durch Putz und Farbe interessante Akzente in der Fassadenlandschaft. Im Innenausbau werden mehr und mehr die Vorteile der Trockenbauweise genutzt. Das sind Fertigbauteile für Trennwände, abgehängte Decken und Fußbodenkonstruktionen. Moderne Bautechnik und umweltfreundliche, neue Materialien erleichtern in einigen Bereichen die Arbeit und helfen, die vielseitigen Aufgaben in diesem attraktiven Beruf zu lösen.

Zimmerer/Zimmerin

Zimmerer
Foto: Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • Gesundheitlich fit sein
  • "Mit Köpfchen" arbeiten
  • Technisches und handwerkliches Verständnis haben
  • Gerne im Team arbeiten
  • Beweglich und möglichst schwindelfrei sein

Ausbildungsinhalte

  • Herstellen von Dach-, Wand-, Deckenkonstruktionen mit Dachaufbauten und -verkleidungen
  • Herstellen und Einbauen von Wänden, Decken und Dächern für den Fertigbau
  • Herstellen von abgebundenen Gerüsten und Absteifungen
  • Herstellen gerader und gewendelter Treppen
  • Herstellen von Leichtwänden, Wand-, Decken-, Fassadenbe- und verkleidungen
  • Aufschnüren von Knotenpunkten, Zureißen und Bearbeiten von Konstruktionshölzern
  • Ausführen von Holzschutzarbeiten
  • Grundkenntnisse der Leitungsbeschreibung und Arbeitsplanung sowie der Baustoffbedarfsermittlung und Massenberechnungen

Perspektiven 

Zimmerer ist ein moderner Beruf für Individualisten, der gleichzeitig auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Immer häufiger wird in letzter Zeit die Konstruktion am Computer durchgeführt, und hochtechnisierte Geräte müssen bedient werden. Die Tatsache, dass die Bauaufgaben immer aufwendiger und komplizierter werden, bedingt, dass in Zukunft mehr Facharbeiter in der Bauwirtschaft benötigt werden.

Natürlicher Werkstoff

Wer heute Zimmerer werden will, darf nicht von gestern sein. Die zeitgemäße Architektur verlangt teilweise raffinierte Holzkonstruktionen z.B. für behagliche Wohnhäuser, Brücken, Fachwerksbauten, Kindergärten oder Schulen. Dafür ist der Zimmerer Spezialist. Seine Fähigkeiten sind gefragt. Denn bei aktuellen Bauweisen und der Restaurierung wird viel Holz eingesetzt.

Moderne Technik

Der Zimmerer muss bei komplizierten Bauplänen durchblicken und sich die Zeichnungen räumlich vorstellen können. Dann gehts ans Handwerk. Mit Zimmermannswinkel, Lot, Wasserwaage und anderen Spezialwerkzeugen. Er ist aber auch technisch "up to date" z.B. mit Hebewerkzeugen, Hobel-, Bohr- und Stemmmaschinen. Sie fehlen auf keiner Baustelle und nehmen einen Großteil der Arbeit ab bzw. erleichtern sie. Nicht nur beim Errichten von Dachstühlen, sondern auch beim Treppenbau oder Anfertigen von Holzverschalungen für Betonteile.

Vielseitige Aufgaben

Ein moderner Beruf, dessen liebenswerte Gepflogenheiten gerade heute den Individualisten reizen: Man kann auf die "Walz" gehen und eine sehr attraktive Berufskleidung tragen. Und: Der Zimmerer löst mit Köpfchen, Kraft und moderner technischer Ausrüstung seine vielseitigen Aufgaben - bis das Richtfest losgehen kann.

Kaufmännische Berufe im Bauhandwerk

Foto: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land

Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement


Schulische Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/-innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss (Typ 10 A).

Persönliche Voraussetzungen

  • Deutsche Rechtschreibung beherrschen
  • Freundlich und aufgeschlossen sein
  • Genau und sorgfältig arbeiten
  • Flexibel sein
  • Gerne im Team arbeiten

Perspektiven

Bürokaufleute sorgen für den nötigen Durchblick im Betrieb und wissen genau Bescheid über Einnahmen und Ausgaben, über Produktionskosten und Lagerbestände, Löhne und Gehälter. Ihre Kalkulationen sorgen dafür, dass der Betrieb wirtschaftlich Kurs hält. Sie haben alle Aufträge im Auge und überwachen die Einhaltung der Termine.

Kurzbeschreibung der Tätigkeit:

  • Informations- und Textverarbeitung
  • Auftrags- und Rechnungsbearbeitung
  • Lohn- und Gehaltsrechnung
  • Buchführung und Kostenrechnung
  • Termin- und Lagerüberwachung

Ausbildungsvergütungen, Ausbildungsdauer und Verdienstmöglichkeiten

Für:

  • Beton- und Stahlbetonbauer/in
  • Estrichleger/in
  • Fliesenleger/in
  • Maurer/in
  • Straßenbauer/in
  • Stuckateur/in
  • Zimmerer/Zimmerin


Ausbildungsvergütungen gewerblich ab 01.06.2017:

1. Lehrjahr:    785 €
2. Lehrjahr: 1.135 €
3. Lehrjahr: 1.410 €
4. Lehrjahr: 1.580 €

Ausbildungsdauer: 36 Monate

Jeder Auszubildende erhält 30 Arbeitstage Urlaub und ein zusätzliches Urlaubsgeld von 30%.

Neben der Ausbildungsvergütung besteht ein tariflicher Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen und Weihnachtsgeld.

Lohn nach der Ausbildung bei Anwendung des Tarifvertrages ab 01.07.2017:

Facharbeiter/in: 
Unterste Lohngruppe: 2.859,20 €


Für:

  • Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement

Ausbildungsvergütungen ab 01.06.2017:

1. Lehrjahr:    780 €
2. Lehrjahr: 1.013 €
3. Lehrjahr: 1.299 €

Ausbildungsdauer: 36 Monate

Jeder Auszubildende erhält 30 Arbeitstage Urlaub und ein zusätzliches Urlaubsgeld von 30%.

Neben der Ausbildungsvergütung besteht ein tariflicher Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen und Weihnachtsgeld.

Lohn nach der Ausbildung bei Anwendung des Tarifvertrages ab 01.07.2017:

im 1. Jahr: 2.505 €

Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach Abschluss des Ausbildungsberufes und entsprechender Praxiserfahrung kann man sich qualifizieren zum Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier und Handwerksmeister.

Außerdem besteht die Möglichkeit der Aufnahme eines Fachhochschulstudiums im Bereich Architektur oder Bauingenieurwesen (Voraussetzung: Fachabitur).

Weitere Infos und Links

bauberufe.net
Infos zu den Ausbildungsberufen im Baugewerbe

Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Allgemeine Informationen zum Thema Ausbildung

BERUFSiNFO.org – Lehrstellenbörse
Lehrstellenbörse der Handwerkskammer zu Köln

Lehrstellenradar
Bundesweite Suche nach Ausbildungs- und Praktikumsplätzen – online oder per App

Viele weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter der Rubrik Aus- und Weiterbildung. Dort steht Ihnen auch eine Vorlage des Ausbildungsvertrags als ausfüllbare PDF zur Verfügung.

 
Und zum Schluss:

Alle Informationen zu den Bauberufen auf einen Blick zum Herunterladen.


Hinweis: Der Beruf Bauten- und Objektbeschichter/in gehört zur Maler- und Lackiererinnung. Informationen zu diesem Beruf finden Sie auf der entsprechenden Innungsseite.


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Kontakt

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Ihr direkter Weg zu uns:

Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
Altenberger-Dom-Straße 200
51467 Bergisch Gladbach

Telefon: 0 22 02 / 93 59 - 0
Telefax: 0 22 02 / 93 59 - 30

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